Eine Wildkamera hat vor einigen Tagen bereits den Beweis dafür geliefert, dass im Nordracher Wald mindestens ein Wolf unterwegs war. (Symbolfoto) Foto: Lino Mirgeler/dpa

Wildkamera belegt Anwesenheit von Räuber. Bürgermeister: "War nur eine Frage der Zeit."

Nordrach - Ein besonderer Schnappschuss ist einer Fotofalle in Nordrach gelungen: Vor wenigen Tagen lief ihr ein Wolf vor die Linse. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) habe mittlerweile bestätigt, dass in dem Luftkurort ein Wolf anwesend war, erklärte Bürgermeister Carsten Erhardt auf der Facebook-Seite der Schwarzwald-Gemeinde. "Der Wolf ist zurück in Nordrach. Es war nur eine Frage der Zeit."

"Für die Bevölkerung und die Nutzer des Waldes – Kinder, Wanderer, Mountainbiker, Forstarbeiter, Jäger – besteht aus Sicht der Forschungsanstalt kein erhöhtes Risiko", so der Rathauschef. Insbesondere deswegen, da sich die Wölfe in Waldbereichen aufhielten, welche nicht oder kaum zugänglich für Menschen sind. Es bestehe aber immer ein Restrisiko. Wie es sich mit den Nutztieren und somit für die Landwirte verhält, welche die Täler offen halten, könne abschließend nicht gesagt werden. Die Anwesenheit des Wolfs werde jedoch die "vorbildliche Arbeit der Landwirte" sicherlich nicht einfacher machen.

Gemeinde ist nicht glücklich über Besucher

Alleine die wolfssicheren Zäune bedeuteten einen erheblichen Mehraufwand für die Landwirte in der Region. "Aus Sicht der Gemeinde Nordrach passt der Wolf nicht mehr in die heutige Nutzung des Walds als Erholungs- und Nutzwald", konstatiert Erhardt im Netz. Auch wenn der Wolf keine direkte Bedrohung für die Menschen sei, bedrohe er doch direkt die bäuerliche Landwirtschaft, "wie wir sie im Schwarzwald haben und brauchen".

Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Wolf oder entsprechende Risse sollen an die FVA gemeldet werden, bittet der Rathauschef.