Der Nagolder Forst erholt sich. Foto: Thomas Fritsch

Nagolds Forstbericht 2025 ist da. So steht es um Nagolds Waldflächen.

Gute Nachrichten für den Forst in Nagold: Im Forstbericht, der in der Sitzung des Verwaltungsausschusses im Nagolder Rathaus diese Woche präsentiert wurde, zeigt sich eine allgemeine Verbesserung in Nagolds Forst. Grund dafür sind vor allem die Witterungsverhältnisse in diesem Jahr.

 

Obwohl es im Frühjahr deutlich zu trocken war, sorgte der feuchte Sommer dafür, dass weniger ältere Tannen und Buchen abstarben. Die feuchten Verhältnisse führten außerdem dazu, dass die Zahl der Borkenkäfer, ein Schädling der den Nagolder Förstern schon länger große Probleme bereitet, dieses Jahr spürbar zurückging.

Der Gesamteinschlag lag 2025 bei rund 58 000 Festmetern. Der Rückgang der Borkenkäfer hat dazu geführt, dass die Förster auch deutlich weniger Schadholz fällen mussten. Diese so genannte „zufällige Nutzung“ des Holzes liegt in diesem Jahr bei insgesamt unter zehn Prozent. In anderen Jahren lag die zufällige Nutzung deutlich höher als die von den Förstern geplante Fällung von Bäumen.

Die Nachfrage und folglich auch der Preis des Nagolder Holzes sorgten im Jahre 2025 für einen Holzverkaufserlös von rund 658 000 Euro, die allgemeinen Ausgaben beliefen sich hingegen auf rund 225 000 Euro.

Pflege und Jungbestand

Gesetzt hat die Försterei in diesem Jahr 10 210 neue Pflanzen auf 5,3 Hektar. Vor allem Alternativbaumarten wie Zedern, Tulpenbäume oder Baumhasel versuchen die Nagolder Förster einzubringen, um den Forst weitestgehend klimastabil zu halten. Der Jungbestand beläuft sich derzeit auf etwa 247 Hektar. Wildschutz und Kultursicherungen geschahen dieses Jahr bisher auf jeweils zehn Hektar.

An der Erholungsfunktion der Nagolder Wälder wird ebenfalls gearbeitet. Am Digel-Pavillon auf dem Schlossberg zum Beispiel wurden die Terrassendielen durch Pflasterfläche ersetzt. Aufgrund der Regenmenge müssen außerdem immer mehr Wald- und Feldwege in Nagold nachgebessert werden. Der VfL Nagold plant, zusammen mit den betroffenen Waldeigentümern, außerdem neue legalen Abfahrten für den Fahrrad-Trail auf dem Eisberg.