Im letzten Forstbericht vor Antritt des Ruhestands präsentierte Revierförster Christfried Gottschling dem Gemeinderat das Betriebsergebnis 2024 mit einem satten Gewinn.
2026 wird der Wald der Gemeinde Malsburg-Marzell laut Betriebsplan 7700 Euro Gewinn bringen. Noch viel besser sah es im Jahr 2024 aus und wird es voraussichtlich auch im noch laufenden Jahr aussehen. Hierzu tragen auch die jährlichen Bundeszuschüsse für „Klimaangepasstes Waldmanagement“ bei.
Hiermit unterstützt der Bund Waldbesitzende im Sinne des Erhalts, der Entwicklung und Bewirtschaftung von Wäldern, die an den Klimawandel angepasst sind. Von 2024 bis 2026 bringt diese Förderung dem Gemeindewald pro Jahr Einnahmen von rund 3900 Euro.
In seinem letzten Forstbericht vor Antritt seines Ruhestands präsentierte Revierförster Christfried Gottschling dem Gemeinderat das Betriebsergebnis 2024 mit einem Gewinn von 16 350 Euro: „Ich freue mich darüber“. 2025 wird der Gewinn laut dem Stand vom 16. September voraussichtlich 20 722 Euro betragen.
2026 sollen bei einem Hiebsatz von 262 Erntefestmeter 250 Erntefestmeter eingeschlagen werden, davon mit 160 Erntefestmetern in erster Linie Nadelstammholz, gefolgt von 80 Festmetern Brennholz. „Der Holzmarkt ist momentan supergut“, stellte Gottschling fest.
Brennholz ist weiterhin gefragt
Auch Brenn- und Industrieholz sei gefragt, wenngleich hierfür die Preise etwas zurück gegangen seien. „Der Wald sieht gut aus“, so Gottschling. Wie er ankündigte, gehe er 2026 in Rente und fügte hinzu, ihm sei wichtig, dass auch der Privatwald in Zukunft noch mit beförstert werde. Insgesamt beträgt die gesamte Waldbodenfläche auf Malsburg-Marzells Gemarkung 1825 Hektar, verteilt auf Staats-, Privatwald und den knapp 39 Hektar großen Gemeindewald.
Guter Ertrag aus Holzverkauf
Der Betriebsplan 2026 sieht Einnahmen von 25 190 Euro vor, davon 21 300 Euro aus Holzverkauf und 3900 Euro für Malsburg-Marzells Teilnahme am Klimaangepassten Waldmanagement. Dem gegenüber stehen 17 500 Euro Ausgaben. Mit 9000 Euro ist der größte Posten Holzhauerei, 4100 Euro sind Forstverwaltungskosten, 200 Euro sind für Wegunterhaltung vorgesehen. Dem Betriebsplan stimmte der Gemeinderat zu.
Waldwege werden hergerichtet
2024 wurden für die Wegunterhaltung 109 Euro ausgegeben, dazu kamen 92 Euro für den Posten „Kulturen, Waldschutz, Bestandspflege“.Im vergangenen Jahr hatte Gemeinderat Marc Schwarz bei der Präsentation der Forstergebnisse den schlechten Zustand etlicher Waldwege kritisiert. Nun, im Jahr 2025, sind knapp 2000 Euro für die Wegunterhaltung eingeplant.