Die Mitglieder des Vereins Jugendforschungszentrum zogen Bilanz und wählten den Vorstand. Foto: Jugendforschungszentrum

Das Jugendforschungszentrum Schwarzwald-Schönbuch zog bei der Hauptversammlung eine positive Bilanz.

Nagold - Bei der Hauptversammlung des Jungendforschungszentrums Schwarzwald-Schönbuch (JFZ) wurden sieben der bisherigen Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Das sind Dietrich Aldinger (Vorsitzender), Oberbürgermeister Jürgen Großmann (zweiter Vorsitzender), Schatzmeister Heribert Gaus, SchriftführerinBarbara Renz, Helmut Günther, Jürgen Stepper und Harald Brandl.

Walter Kinkelin scheidet aus

Walter Kinkelin, pensionierter Schulleiter des Otto-Hahn-Gymnasiums, scheidet aus dem Vorstand aus. Verstärkung erhält der Vorstand durch Ulrich Hamann, den neuen Schulleiter des Otto-Hahn-Gymnasiums Nagold, und Heike Reifurth, Schulleiterin des Kepler-Gymnasiums in Pforzheim.

Heike Müller, pädagogische Beraterin und Schulleiterin der Grundschule Sulz am Eck/Gültlingen, und Peter Wirt werden als Kompetenzbeisitzer ernannt. Wahlleiter war Nagolds Finanzbürgermeister Hagen Breitling, der sich bei den Akteuren des JFZ für die wertvolle Arbeit rund um Forschung und Technik mit den Kindern und Jugendlichen bedankte.

Helmut Günther referierte neben Uwe Klein über die allgemeine Arbeit des JFZ und zur Entwicklung der Schülerzahlen und der Wettbewerbsteilnahmen im vergangen Jahr.

Jürgen Stepper berichtete über die positive Entwicklung des Aufbaus eines weiteren Standorts, dem Campus Pforzheim-Enzkreis in Pforzheim.

Schatzmeister Heribert Gaus präsentierte ein ausgeglichenes Kassenergebnis. Jedoch seien die Spendeneinnahmen zurückgegangen. Die Kassenprüfer Frank Esslinger und Uwe Renz bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung. Die anschließende Entlastung des Vorstandes erfolgte ohne Gegenstimmen.

Luise Mast stellt Projekt vor

Die Jungforscherin Luise Mast stellte den Mitgliedern des JFZ ihr Projekt "Konstruktion eines speziellen Mikroplastikfilters, den MiPlaFi 2.0" vor. Zukünftig kann man damit mit gutem Gewissen Wäsche waschen. Luise konnte die Teilchen im Abwasser nachweisen und machte sich an die Entwicklung eines entsprechenden Filters. Die Wahl des Filtermaterials fiel auf das Gewebe eines speziellen Wäschesacks, das Gehäuse des Filters entwarf die Jungforscherin per CAD am Computer. Auf dieser Basis konnte sie einen ersten Prototyp am 3D-Drucker entwickeln und von der Firma BIN Boysen Innovationszentrum Nagold fertigen und einen zweiten aus Metall herstellen lassen.

Nachdem die Filter zunächst noch extern am Waschmaschinenablauf angeschlossen wurden, folgte im zweiten Schritt ein Filter, der in das Gerät integriert wird. Auch dieses Modell wurde von ihr mittels CAD entwickelt. Wasseranalysen bestätigten seine Wirksamkeit. Betreut wurde die Jungforscherin von Heinz Weippert, einem langjährigem Betreuer im Jugendforschungszentrum im Bereich Elektrotechnik.

Teilnahme an Bundesfinale

Luise durfte am Bundesfinale von Jugend forscht 2022, für das sich 168 junge MINT-Talente mit 108 innovativen Forschungsprojekten qualifiziert hatten, welches gemeinsam von der Stiftung Jugend forscht vom Forschungsforum Schleswig-Holstein ausgerichtet wurde, teilnehmen.

Sie überzeugte in ihrem Vortrag die hochrangige Jury und erhielt einen zweiten Platz im Fachgebiet Arbeitswelt und noch zusätzlich zwei Sonderpreise: Die Teilnahme am Stockholm Junior Water Prize in Schweden und einen Preis für eine Arbeit von Auszubildenden auf dem Gebiet "Mensch-Arbeit-Technik" vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall mit Unterstützung der Nordmetall-Stiftung in Höhe von 500 Euro. Das gesamte Team des JFZ sei mächtig stolz und freue sich mit Luise Florentine Mast über die Würdigung ihrer Forschertätigkeit und diese hohe Auszeichnung.