Francesca Hermann (Stadtmarketing Furtwangen, von links), Verena Klusmann-Weißkopf (Hochschule Furtwangen, Studienleitung KImAge) und Nicole Deisenberger (Deutsches Uhrenmuseum/StattMuseum) freuen sich über den Ausstellungs- und Dialograum zu Altersbildern im StattMuseum in der ehemaligen Apotheke am Markt. Foto: Stadtverwaltung Furtwangen

Positive Altersbilder haben Einfluss auf die Gesundheit. Das Projekt KImAge der Hochschule Furtwangen im StattMuseum gibt Einblicke in die Forschung. Mitmachen ausdrücklich erwünscht.

Mit dem Leitsatz „Das beste Alter ist jetzt!“ macht das Forschungsprojekt KImAge auf die Vielfalt des Älterwerdens aufmerksam.

 

Das Projekt der Hochschule Furtwangen lädt Menschen ab 18 Jahren dazu ein, ihre persönlichen Bilder vom Altern festzuhalten und so einen Beitrag zur wissenschaftlichen Forschung zu leisten.

Vom 15. Januar bis zum 31. März zeigt eine interaktive Ausstellung im StattMuseum (in der ehemaligen Apotheke am Markt) erste Bilder der Teilnehmenden und gibt Einblicke in die Arbeitsweise des Projekts. Teilnehmende sind eingeladen, fotografisch zu dokumentieren, wie ihnen das Thema Älterwerden im Alltag begegnet – etwa in der Familie, in der Nachbarschaft, im Ehrenamt oder Vereinsleben.

Die Fotos werden gemeinsam mit kurzen Kommentaren über eine Projektdatenbank eingereicht. Die eingereichten Bilder werden im Projekt KImAge systematisch ausgewertet, um gesellschaftliche Altersbilder sichtbar zu machen und besser zu verstehen.

Mehr Lebensqualität

Einfluss auf die Gesundheit Ziel des Projektes ist es, die bislang häufig einseitige und negative Darstellung des Alterns aufzubrechen. Forschungsergebnisse zeigen, dass positive Altersbilder einen wichtigen Einfluss auf Gesundheit und Lebensqualität haben – wer auch die positiven Seiten des Alterns sieht, lebt im Schnitt bis zu 13 Jahre länger.

Regionale Unterschiede KImAge untersucht zudem regionale Unterschiede: Welche Aspekte des Alterns nehmen Menschen in Furtwangen wahr, wie unterscheiden sich Stadt- und ländliche Perspektiven und wie variieren die Sichtweisen verschiedener Altersgruppen? Vergleichsdaten werden beispielsweise in Stuttgart und Freiburg und in Österreich erhoben. Die Ausstellung im StattMuseum Furtwangen vermittelt diese Fragestellungen anschaulich und macht das Forschungsprojekt für eine breite Öffentlichkeit erlebbar.

„Als StattMuseum verstehen wir uns als Gastgeber eines öffentlichen Raums, in dem sich die Stadtgesellschaft mit Fragen des Zusammenlebens, der Zeit und der Generationen austauschen kann“, sagt Nicole Deisenberger, Leiterin des Deutschen Uhrenmuseums.

Das Uhrenmuseum und sein Auftrag

Zeit als „Kernauftrag“ Sie bespielt während dessen Renovierung das StattMuseum in der ehemaligen Apotheke am Markt. „Die Beschäftigung mit Zeit gehört zum Kernauftrag des Deutschen Uhrenmuseums. Alter(n) ist eine der unmittelbarsten Formen gelebter Zeit – sichtbar im Alltag, in Körpern, in Biografien, in Arbeitswelten und sozialen Beziehungen. Deshalb ist das Projekt KImAge für uns nicht nur eine wissenschaftliche Untersuchung, sondern ein spannender Impuls, um Zeit, Alter und gesellschaftlichen Wandel miteinander zu denken“.

Begleitend finden Austauschformate statt, die Begegnungen zwischen Generationen ermöglichen und das Thema Altersfreundlichkeit in der Region stärken.

Dialog mit dem Projektteam Jeweils Donnerstag und Samstag, am 17., 22. und 24. Januar ist das Projekt-Team von KImAge auf dem Furtwanger Wochenmarkt und im Rahmen der Ausstellung veranstaltet das StattMuseum von 10 bis 16 Uhr ein Marktcafé. Neben dem Ausstellungsbesuch im StattMuseum besteht an diesen Tagen die Möglichkeit, bei einem Getränk mit dem Forscherteam ins Gespräch zu kommen.

Veranstaltung am 5. März Für den 5. März um 19 Uhr ist eine Vortrags- und Dialogveranstaltung im StattMuseum geplant. Hier wird die Gesundheitspsychologin, Verena Klusmann-Weißkopf, die das Projekt KImAge leitet, erläutern, warum Altersbilder sogar bestimmen, wie lange wir leben. „Wir freuen uns auf zahlreiche Denkanstöße rund um die Ausstellung und die Gespräche“, sagt Klusmann-Weißkopf. „Und wenn viele Menschen an KImAge teilnehmen und Fotos hochladen. Nur gemeinsam gelingt es, die Vielfalt des Alterns sichtbarer zu machen.“ KImAge wird von der Carl-Zeiss-Stiftung gefördert.

Registrierung und Teilnahme erfolgen online über www.kimage-hfu.de. Die Ausstellung im StattMuseum Furtwangen (Friedrichsstraße 3) läuft bis zum 31. März.