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Football In nur sechs Wochen zur Meisterschaft?

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Gehört mit seinen Schwäbisch Hall Unicorns zu den Anwärtern auf den Meistertitel: der Gündringer Raphael Zistler. Foto: Zistler

Eigentlich befänden sich Raphael Zistler und die Footballer der Schwäbisch Hall Unicorns bereits mitten in der Saison, doch die Corona-Pandemie macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Im Herbst haben sie wohl trotzdem die Möglichkeit, sich für das verlorene Finale vergangenes Jahr zu revanchieren.

Zwei deutsche Meistertitel in Folge und 50 Siege am Stück in der GFL, der höchsten deutschen Spielklasse im American Football: Die Schwäbisch Hall Unicorns brachen in den vergangenen Jahren Rekorde. Und mittendrin ist Raphael Zistler aus Gündringen. Der Defensive Tackle spielt seit der 2019er-Saison bei den Unicorns und hat sich auf seiner Position in der Mitte der ersten Defensivreihe ordentlich Spielzeit erkämpft.

Im großen Finale riss die Siegesserie

Doch ausgerechnet in Zistlers erstem großen Finale, dem German Bowl XLI in der Frankfurter Commerzbank-Arena, riss im vergangenen Oktober die Siegesserie der Schwäbisch Haller. Sie unterlagen den Lions aus Braunschweig mit 7:10. "Das nagt immer noch an uns", sagt Zistler. Mit einem Schuss Extramotivation ging es für Zistler und das Team so in die Vorbereitung, denn Ende April sollte die neue Saison starten. Als Titelfavorit sieht der Gündringer sein Team trotzdem nicht. "Das tun wir nie", erklärt er. Der Ehrgeiz, die Finalniederlage wieder gut zu machen, sei aber natürlich da.

Daraus wurde aber erst einmal nichts. Mitte März wurde die Runde – wie in allen anderen Sportarten auch – aufgrund der Corona-Pandemie auf Eis gelegt. "Das war am Anfang schon deprimierend", sagt Zistler. Er und seine Teamkameraden hatten sich gerade durch die Wintervorbereitung und die harten, kalten Tage gequält. "Da macht Football keinen wirklichen Spaß", erklärt Zistler lachend. "Als wir das dann grade durchgestanden hatten und es wieder wärmer wurde, kam die Corona-Unterbrechung".

Teilnahme ist freiwillig

Lange herrschte dann Ungewissheit, wie und ob die GFL-Saison noch durchgeführt wird. Seit 30. Mai ist nun aber klar: Wenn es die gesetzlichen Vorgaben erlauben, dann wird ab Herbst wieder American Football gespielt – wenn auch in einer verkürzten Saison mit weniger Spielen.

Das beschlossen die Vereine und die Ligaleitung. Von Anfang September bis Mitte November soll die Runde innerhalb von nur sechs Wochen durchgezogen werden. Absteiger soll es in den beiden höchsten deutschen Ligen keine geben. Die Teilnahme für die Teams an der speziellen Corona-Saison ist freiwillig, bis zum 15. Juni hatten sie Zeit, sich für eine Teilnahme zu entscheiden.

Die Schwäbisch Hall Unicorns sprachen sich schnell dafür aus. "Da gab es keine große Diskussion bei uns, wir wollen alle einfach nur endlich wieder Football spielen", sagt Zistler. Denn in den vergangenen Monaten stand nur Training auf der Tagesordnung, eine lange Pause gab es da trotz Corona-Pandemie nicht. "Als Leistungssportler waren wir schnell wieder im Training, wenn auch unter Auflagen – ähnlich wie im Fußball", sagt Zistler.

Erst waren Fünfer-Gruppen erlaubt, anschließend Training zu zehnt. Ab kommender Woche soll auch wieder volles Mannschaftstraining erlaubt sein, mit dem sich die Teams auf die Saison im Herbst vorbereiten können. Dann können Zistler und die Unicorns einen erneuten Angriff auf den deutschen Meistertitel starten.

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