Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Fola Dada Bei "DSDS" ist alles durchgeplant

Von

"Ich will Luftschlangen. Ganz fett", ruft der Regisseur bei der Kameraprobe. "Wir brauchen mehr Laser!" "Nahaufnahme der Tänzerinnen!" Und: "Sarah, setz dich seitlich hin, sonst sieht dich keiner!" Kandidat Pietro (18) fragt derweil, ob heute schon einer "Bild" gelesen habe. Eine Assistentin will wissen, ob der Karlsruher, der sich den Fuß gebrochen hat und an Krücken geht, beim Auftritt wirklich zwei Schuhe tragen will: "Mit einem Schuh würde es besser wirken." Bei "DSDS" ist alles durchgeplant, nichts wird dem Zufall überlassen.

Zwischen den Proben haben die Jungs und Mädchen Einzeltermine, in Fola Dadas Büro im dritten Stock. Sie am Schreibtisch, auf dem ein elektrisches Klavier steht, ihre Schüler davor. Als Erster ist Ardian dran. Der mosert los. "Orange? Wieso Orange? Blau wär' okay. Silber auch. Aber ich soll beim Auftritt eine Krawatte in Orange tragen." Fola Dada nimmt ihm den Wind aus den Segeln: "Komm, lass uns was Wichtiges machen - den Refrain üben." Zwo, drei, vier.

"Nutz mal das Wort ,beautiful'. Wenn du das total übertreibst, kommst du leichter auf den hohen Ton", sagt Dada. "Setz dich auf den Stuhl, lehn dich zurück und spann den Brustkorb an. Was passiert?", will die Gesangstrainerin wissen, die sonst an den Musikhochschulen in Stuttgart, Freiburg und Nürnberg Jazz- und Popgesang unterrichtet. "Dann klingt es nicht so kratzig", antwortet Ardian überrascht. Als Nächstes muss er in die Knie gehen, "wie ein Skispringer". Brav macht er mit. Dadas Erklärung: "Ich will dir zeigen, wo dein Körper Kraft herholen kann, um Töne zu halten." Ob's Ardian verstanden hat? Er ruft jedenfalls: "So machen wir's!", klatscht mit seiner Lehrerin ab und geht zum Mittagessen.

Zazou löst ihn ab. Sie will Tonleitern üben. Gäng, gäng, gäng, gäng, gäng. "Schön nach oben!" Und nun ein "schlecht gelauntes Ja, a, a, a, ah!". Zazou hat Mühe, bekommt es am Ende aber hin. In der zweiten Strophe sieht Fola Dada allerdings Probleme: "Da musst du energischer rangehen, den hohen Tönen mehr Dampf geben!" Wie beim mongolischen Obertongesang solle sie immer wieder "nach oben springen". Zazou schaut verdutzt - erst recht, als ihr Fola Dada am Schluss ein "Denk an die Mongolen!" mit auf den Weg gibt.

Kandidaten, die sich verweigern, die mit ihr streiten, hat Fola Dada noch nie erlebt. "Die meisten erwarten von mir Feedback. Kritik nehmen sie gern an." Vielleicht auch deshalb, weil Dada - anders als Juror Dieter Bohlen - keine Sprüche klopft. Wenn es mal wieder hakt, streift sie sich durch die kurzen, krausen Haare, denkt nach - und macht konstruktive Vorschläge. Mit ihrer ruhigen, ausgeglichenen Art scheint sie die Kandidaten zu erreichen: "Sie ist toll und bringt uns echt viel bei", sagt Zazou. Für Dada ist es "schön, wenn ich die Entwicklung einer Stimme begleite". Jeder habe Potenzial. "Es ist immer wieder erstaunlich, was wir zusammen erreichen."

Flirts & Singles

 
 

Angebot der Woche

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.