Fabian Mayer wird am Saisonende als Trainer der A-Jugend der JSG Balingen-Weilstetten aufhören. Foto: Kara

Die JSG Balingen-Weilstetten verabschiedet zum Saisonende Fabian Mayer als Trainer der A-Jugend. Als Spieler bei der HSG Albstadt wird der 29-Jährige weiter aktiv sein.

Über zehn Jahre ist Fabian Mayer Trainer bei der JSG Balingen-Weilstetten. Für ihn war im Dezember nun der Moment gekommen, eine Entscheidung zu treffen.

 

Der 29-Jährige ist sowohl Kreisläufer bei der HSG Albstadt als auch Trainer bei der JSG U19. „Beides hat mir in den vergangenen Jahren unheimlich viel Spaß gemacht und deshalb habe ich das auch hinbekommen“, resümiert Mayer, dessen Terminkalender aber mittlerweile zu voll ist.

Spieler oder Trainer?

2014 startete Fabian Mayer während seinem Freiwilligen Sozialen Jahr nach dem Abitur bei der JSG. „Während des Studiums habe ich beides gut unter einen Hut gebracht, doch mit einem vollen Lehrauftrag wurde dann die Zeit immer mehr rar“, erzählt der 29-Jährige, der als Lehrer in Frommern arbeitet. Seit zwei Saisons sei auch der Aufwand in der Jugendbundesliga ein anderer geworden.

Ein hartes Wochenende

„Vergangenen Donnerstag hatten wir ja ein Nachholspiel mit der HSG Albstadt, am Freitag hatte ich Unterricht. Wir sind dann mit dem JSG-Tross direkt knapp 500 Kilometer nach Hagen gefahren, haben am Samstag dort gespielt, sind dann Samstagnacht heimgekommen und am Sonntagnachmittag stand dann das Heimspiel mit der HSG gegen Blaustein auf dem Programm.“

Der Faktor Zeit

Der Faktor Zeit war es nun auch, der Fabian Mayer zur Entscheidung kommen ließ, sein Traineramt zum Saisonende zur Verfügung zu stellen. Gerne will er noch einige Jahre aktiv in der Regionalliga spielen. Doch auch seine Trainerlaufbahn will er nicht aus den Augen verlieren. Zunächst steht eine kreative Pause an, danach will er die Trainer-A-Lizenz in Angriff nehmen. „Als Trainer kann ich länger aktiv sein, wie als Spieler“, sagt Mayer zu seiner Vernunftentscheidung.

Das sagt der JSG-Jugendkoordinator

„Unsere Türen stehen ihm jederzeit offen und wir würden uns sehr freuen, wenn er auch in Zukunft ein Teil der JSG-Familie bleibt oder eines Tages wieder wird“, kommentiert JSG-Jugendkoordinator. Adrian Fuladdjusch. Wehmut schwingt bei der Entscheidung von Mayer aber dennoch mit. „Wir haben einen sehr talentierten Jahrgang mit unseren drei U17-Weltmeistern, die im nächsten Jahr auch noch A-Jugend spielen. Es ist mein Anspruch, das zeitlich auch alles zu schaffen . Das kann ich so nicht garantieren. Da gehört neben drei Trainingseinheiten auch Videoanalyse, Nachbesprechungen und viel Planung dazu. Dazu kommt noch die Abstimmung in Richtung HBW, TV Weilstetten, Athletiktrainer und Torwarttrainer.“

Drei Weltmeister im Team

Immenser Aufwand

Fünf Jahre mischt Mayer gemeinsam mit Jonas Baumeister – dem er seinen besonderen Dank ausspricht – mit seinen talentierten Jungs in der Jugendbundesliga mit. „Früher gab es ja immer vier Staffeln. Seit zwei Jahren ist die Liga in Süd und Nord aufgeteilt und wir sind unter den Top 20. Das ist unser Anspruch. Aber es ist mehr Reiseaufwand.“

Viele Talente auf ihrem Weg begleitet

Zuvor trainierte Mayer die B-Jugend und C-Jugend und zu Beginn seiner Trainertätigkeit auch die D- und E-Jugend. „Etwas Außergewöhnliches waren die Turniere in Berlin und in der Schweiz. Das war etwas Besonderes und wurde auch immer vom Verein unterstützt“, so Mayer, der viele Talente in der zurückliegenden Dekade begleitet hat. Viele gehen ihren Weg und stehen noch im Kontakt mit ihrem langjährigen Förderer.