Bei den Neuwahlen blieb die Vorstandschaft unverändert (von links): Peter Stumpf (Beisitzer), Manfred Völker (zweiter Vorsitzender), Michael Hoffer (erster Vorsitzender), Ulrike Pfau-Bruss und Susi Holzapfel (Beisitzerinnen), Sandra Rau (Schriftführerin), Bürgermeister Christoph Enderle und Martin Bäppler (Kassierer). Foto: Förderverein Loßburger Bäder

Der Förderverein Loßburger Bäder sorgt dafür, dass das Freibad nicht zum „Lost Place“ wird. Die Aufgaben, die der Verein dafür bewältigen muss, sind groß.

Seit 15 Jahren sorgt der Förderverein Loßburger Bäder dafür, dass das Freibad nicht zum „Lost Place“ wird, wie es in einer Mitteilung heißt. Als 2009 wegen knapper Gemeindefinanzen die Schließung drohte, übernahm der Verein den Betrieb. Mit einem jährlichen Zuschuss von 50 000 Euro, Einnahmen und Ehrenamt konnte so das Bad erhalten werden.

 

Nun zwingen neue Sparvorgaben die Gemeinde, freiwillige Leistungen zu kürzen. Hierzu gehören auch Schwimmbäder. Dem Verein fehlen dadurch jährlich 15 000 bis 20 000 Euro.

Vor diesem Hintergrund wurde erstmals seit 15 Jahren in der Mitgliederversammlung beschlossen, die Jahresbeiträge anzuheben: Erwachsene zahlen künftig 50 Euro, Jugendliche 25 Euro, Familien 100 Euro, Firmen 140 Euro, Fördermitglieder 25 Euro. Trotz derzeit aus 767 Mitgliedern bestehende Verein ist er auf weitere Mitglieder und Unterstützung angewiesen, um in Zukunft eines der schönsten Freibäder in der Region zu erhalten.

Auch die Eintrittspreise steigen ab der kommenden Saison moderat und bleiben laut Mitteilung im regionalen Vergleich konkurrenzfähig.

Durchschnittliche Saison

Die Saison 2025 brachte mit 26 600 Gästen ein durchschnittliches Ergebnis; das schwache Juli-Wetter bremste den Besuch. 2026 steht ein personeller Wechsel an: Susi Holzapfel gibt nach 15 Jahren aus beruflichen Gründen die Kioskleitung ab, bleibt jedoch als Beisitzerin im Verein.

Beckenfolie bereitet Sorgen

Sorgen bereitet die Beckenfolie. Seit 2023 treten wiederholt Leckagen auf; Nachschweißarbeiten konnten die Wasserverluste nur vorübergehend stoppen. Im Sommer gingen erneut bis zu 20 Kubikmeter Wasser pro Tag verloren, was Mehrkosten von rund 9000 Euro verursachte. Eine komplette Erneuerung – zuletzt 2006 erfolgt – würde rund 180 000 Euro kosten. Reparaturen sollen daher so lange fortgeführt werden, wie sie wirtschaftlich tragbar sind.

„Aufwand eines mittelständischen Unternehmens“

Hoffnung besteht, dass im Investitionshaushalt künftig Mittel bereitstehen. 27 Saisonkräfte, zumeist Ferienjobber sowie vier Mitarbeitende der Gemeinde für die Badeaufsicht und Ehrenamtliche der DLRG sorgten 2025 für einen reibungslosen Betrieb – ein Aufwand, der inzwischen dem eines mittelständischen Unternehmens entspricht, wie es abschließend heißt.