Pfarrer Richard Mwebe ist der Initiator für ein besonderes Projekt in seinem Heimatland Uganda. Der neue Förderverein wird am 17. November interessierte Besucher bei einer Infoveranstaltung im Gemeindesaal der Bruder Klaus-Gemeinde informieren. Foto: Martin Disch

Viele Kirchengemeinden haben Unterstützungsprojekte in verschiedenen Ländern, die besonders von Armut geprägt sind. Jetzt gibt es in Villingen ein neues Projekt.

So unterstützen die katholischen Gemeinden St. Fidelis, Münster und St. Konrad jeweils Projekte in Peru, während die evangelischen Gemeinden ein Projekt in Indien unterstützen.

 

Im September trafen sich neun Männer und Frauen in den Räumen der Bruder Klaus- Gemeinde, um einen Förderverein zu gründen, der ein Projekt in Uganda unterstützen möchte. Diese Gründungsmitglieder wählten Pfarrer Josef Fischer, Gisela Hochgeladen, Lucia Neubert und Ludger Trilken als Vorstandsmitglieder. Wolfgang Kopp wird die Kasse führen.

Der Verein nennt sich „Förderverein Bulunda School Uganda“. Initiator dieses Vereins ist der in der Seelsorgeeinheit Villingen seit drei Jahren tätige Pfarrer Richard Mwebe, der aus Uganda stammt.

Der 46-jährige Theologe kommt aus Kampala, der Hauptstadt des afrikanischen Binnenlandes. In einem Gespräch erzählte er unter anderem von einer Kindheit in Armut, in der und sein Bruder abwechselnd nur zur Schule gehen konnten. Seit Jahresbeginn 2022 lebt er in Villingen und ist als Pfarrvikar in der Seelsorgeeinheit tätig. Bei seinem letzten Besuch in Uganda im Sommer gründete er eine gemeinnützige Stiftung „St. Richard’s Disadvantaged Children’s Foundation Bulunda Uganda Ltd.“, von der er einer von drei Direktoren ist.

Infoabend am 17. November

Der Förderverein in Villingen will das Projekt unterstützen. Pfarrer Mwebe und seine Mitstreiter wollen eine Sekundarschule gründen. In Uganda besteht zwar offiziell auch eine Schulpflicht, aber es gibt zu wenig Schulen, und es muss Schulgeld bezahlt werden, informiert Mwebe.

Da die Armut in Uganda nach wie vor groß ist, können viele Eltern das Schulgeld, die Kosten für eine Schuluniform und für Unterrichtsmaterialien nicht bezahlen. Nicht einmal 15 Prozent der Kinder in Uganda besuchen eine Sekundarschule.

Der Förderverein lädt nun zu einer Informationsveranstaltung, bei dem man unter anderem künstlerische Produkte aus Uganda erstehen kann, am Montag, 17. November, ab 18.30 Uhr ins Gemeindehaus der Bruder Klaus-Gemeinde, Offenburger Straße 29, ein. Die Informationsveranstaltung beginnt um 19 Uhr.