Bei der Einweihung des Backhauses Foto: Kunert

Der Förderverein aus Beinberg ist im Ort an vielen Stellen aktiv. Das Backhaus würde es ohne ihn nicht geben. 2026 steht für den Verein ein Großprojekt an.

„Wir sind der älteste Förderverein der Stadt“, sagte die Vorsitzende Marion Krause im Gemeinderat. Dort stellte sie ihren Verein aus Beinberg vor. In den vergangenen Sitzungen bekamen verschiedene Fördervereine die Möglichkeit, sich und ihre Anliegen im Gremium zu präsentieren. Nun war der Förderverein für das Dorfzentrum Beinberg an der Reihe.

 

1988 gegründet

Krause erzählte, dass sich der Verein im Juni 1988 gegründet habe. Damals sollte der Dorfsaal saniert werden. Allerdings fehlte das Geld gefehlt. Der Förderverein sammelte Spenden. Und so konnte die Sanierung umgesetzt werden, inklusive Küche im Anbau. Doch danach hörte der Verein nicht auf. Auf sein Konto geht die Umsetzung vieler weiterer Projekte: neuer Brunnen, neues Pflaster vor der Kirche, Pflege der Wanderwege um den Ort. Des Weiteren hat der Verein Kellers Hütte saniert, sich um die Aussichtsplattform Burgblick gekümmert oder den Waldhufenlehrpfad ins Leben gerufen.

„Herzstück“ des Vereins

Das wohl größte Projekt der letzten Jahre war aber die Einweihung des Backhauses. Fördermittel aus dem Leader-Programm machten das möglich. Krause sprach von einem „Meilenstein“ und dem „Herzstück“ des Vereins. Das Backhaus sei eine Einnahmequelle für den Verein, aber vor allem ein Treffpunkt für die Beinberger.

Mehr als 80 Mitglieder

Alle 14 Tage gebe es dort einen Stammtisch, hin und wieder auch kulturelle Veranstaltungen und Vorträge. Auch der Gemeinderat war im Backhaus schon zu Gast. Darüber hinaus veranstaltet der Förderverein Wandertage, engagiert sich bei Dorffesten und dem Weihnachtsmarkt, übernimmt die Bewirtung beim Maibaumstellen.

2025 habe der Verein zehn Backtage veranstaltet, für die Tafelläden gebacken, einen Seniorennachmittag organisiert und ein After-Work-Event ausgerichtet. Dazu seien diverse Arbeitseinsätze gekommen, so Krause. Die Ehrenamtlichen im Verein hätten knapp 1100 Arbeitsstunden geleistet, betonte sie. Der Verein habe mehr als 80 Mitglieder.

2026 wolle der Verein die Backtage und den Stammtisch fortführen. Am 8. März veranstalte man ein Wahlcafé. Auch beim Maibaumstellen und beim Weihnachtsmarkt sei man wieder dabei. Die Backaktion für die Tafel stehe ebenfalls wieder im Kalender. Doch der Verein plant noch eine große Aktion. „Wir wollen den Waldhufensaal verschönern“, so Krause. Dafür investiere der Verein 20 000 Euro an eigenen Mitteln. Zusätzlich habe man ELR-Fördermittel beantragt. Die Arbeiten sollen alle in Eigenleistung umgesetzt werden. Auch in diesem Jahr dürften so wieder viele ehrenamtliche Arbeitsstunden zusammenkommen. Der stellvertretende Bürgermeister Sebastian Kopp lobte das Engagement des Fördervereins. Diese Menschen kümmerten sich ums Allgemeinwohl, sagte er. „Das Backhaus ist ein wichtiger Treffpunkt im Ort“, so Kopp.