Der Förderverein Bürgerhaus Waldachtal-Cresbach hatte zum Laternenfest in Oberwaldach geladen.
Rund 60 Personen versammelten sich auf dem Vorplatz des ehemaligen Feuerwehrmagazins, um dem traditionellen St. Martin-Spiel beizuwohnen.
Zunächst begrüßte Vereinschef Gebhard Weißgerber die Gäste, bevor die Darsteller loslegten. Üblicherweise kommt der römische Soldat Martin, zumindest der Sage nach, hoch zu Ross daher. Da sich aber diesmal für das Schauspiel kein geeignetes Pferd auftreiben ließ, sah man als Option die Verwendung eines Steckenpferdes an.
Esel statt Steckenpferd
Ginge auch, aber ein lebendes Tier als Reituntersatz wäre natürlich, vor allem für die kleinen Zuschauer, wesentlich interessanter.
Helfer in der Not war hier die Familie Schwab aus Oberwaldach. Sie stellte ihren Esel „Freddy“ als Pferdeersatz zur Verfügung. Der Vierbeiner, auf dem Joas Schwab als heiliger Martin saß, wurde von dessen Mutter Seija an der Leine im Kreis geführt, während Tochter Mayla als „Bettler“ auf dem Boden kauerte.
Die Mantelteilung und der Zuwurf klappten gut, hatte doch die ganze Familie schon seit einiger Zeit zu Hause die entsprechenden Aktionen geübt.
„Freddy“ ließ sich durch die ungewohnte Umgebung nicht aus der Ruhe bringen, musste aber manchmal mit Leckerlis bestochen werden, um weiterzugehen. Das St. Martin-Lied untermalte das Schauspiel. Bärbel Möhrle und Seija Schwab hatten sowohl dieses, als auch die Stationen des folgenden Laternenumzugs durch den Ort konzipiert. An sechs mit Kerzen erleuchteten Stellen hielt der Zug an und es wurden zum Event passende Lieder gesungen.
Zurück am Bürgerhaus konnten sich die Wanderer mit Wurst und Weck stärken, ihren Durst mit heißen oder kalten Getränken stillen, sich am offenen Feuer wärmen oder sich unterhalten. Kinder konnten sich noch am Spielplatz vergnügen.
Dank an die Helfer
Zum Abschluss der Mitteilung des Vereins heißt es: „Der Förderverein Bürgerhaus Waldachtal-Cresbach bedankt sich bei den Gästen für ihr Kommen und bei allen Helferinnen und Helfern für ihr Engagement.“