In Achdorf soll ein historisches Bauwerk dank eines Fördervereins neu entstehen. Es war einst Teil einer Sägerei.
Der vor zwei Monaten gegründete und als gemeinnützig anerkannte Förderverein Achdorfer Tal hat sein erstes großes Projekt gestartet.
Mit dem Wiederaufbau des historischen Wasserrades am Mühlenbach soll das Achdorfer Tal ein Stück seiner Geschichte zurückbekommen. Das seit rund 20 Jahren verfallene Wasserrad zwischen dem Gasthaus Scheffellinde und dem Haus des Gastes soll mithilfe von Spenden vollständig erneuert werden.
Mit viel Engagement will der Verein damit nicht nur ein historisches Wahrzeichen zurückholen, sondern auch einen neuen Anziehungspunkt für die Bevölkerung aus Achdorf und Blumberg sowie für die gesamte Region schaffen. „Ein erneuertes Wasserrad wird den natürlichen Charme und die Attraktivität des Tals steigern“, ist sich Adalbert Scherzinger, Vorsitzender des Fördervereins, sicher.
Das alte Wasserrad war früher Teil einer Sägerei, in der bis zu fünf Männer arbeiteten, erinnert sich Viktor Wiggert. Das Rad leistete damals rund 19 PS, womit täglich bis zu 20 Festmeter Holz gesägt wurden. Auf der anderen Bachseite befand sich noch eine Getreidemühle, deren Wasserrad nachts lief, während tagsüber die Säge arbeitete, so Zeitzeuge Wiggert. In den 1950er-Jahren wurde das Mühlenrad abgerissen, während das Wasserrad der Säge stehen blieb und bis zum heutigen Tage verfiel.
Der Förderverein möchte dieses Stück Zeitgeschichte nun wieder sichtbar machen und damit ein Zeichen für bürgerschaftliches Engagement setzen.
Verein benötigt Spenden
Um die Kosten für den Wiederaufbau zu stemmen, ist der Verein jedoch auf viele Spenden angewiesen. Eine Startspende von 500 Euro liegt vor. Weitere Spenden können auf das Konto des Fördervereins mit der IBAN DE36 6945 0065 0151 1010 20 überwiesen werden. Da der Förderverein gemeinnützig ist, können alle Spenden steuerlich geltend gemacht werden. Das soll als zusätzlicher Anreiz dienen, um das Vorhaben finanziell zu unterstützen.