Fahrradfahren wird auch in Loßburg immer beliebter. Foto: © ARochau – stock.adobe.com

Mit Aktionen in Baden-Württemberg und jenseits des Atlantiks motivierte "Radkultur" im vergangenen Jahr zum Radeln – mit Mitmach-Aktionen, der Förderung eines neuen Lastenrad-Verleihs oder grenzüberschreitenden Kooperationen zwischen Städten. Mit dabei: die Gemeinde Loßburg.

Loßburg - Das Ziel des Ministeriums für Verkehr ist es, den Anteil des Radverkehrs deutlich zu steigern, teilt die Initiative Radkultur Baden-Württemberg mit. In enger Zusammenarbeit mit Kommunen, Arbeitgebern und einem wachsenden Partnernetzwerk soll die Initiative Radkultur das Fahrradfahren im Alltag für alle zugänglich und erlebbar machen, heißt es weiter.

Die Initiative erreichte die Menschen auf ganz unterschiedlichen Wegen in ihrem Alltag. Was die vielen Aktionen gemeinsam hatten, war das Ziel, den Fahrrad-Alltag der Menschen zu erleichtern.

Erfolgreiche Radverkehrsförderung

Wer schon umgesattelt hatte, wurde dafür belohnt. Auch die Radkultur-Geschichte Loßburgs zeigt, wie erfolgreiche Radverkehrsförderung die Menschen mitnimmt.

In 20 Förderkommunen hat die Initiative Radkultur eng mit der Verwaltung zusammengearbeitet, um das Radfahren öffentlich präsenter zu machen. Vom kostenlosen Radcheck zur beliebten RadSchnitzeljagd: Die Kommunen konnten sich Aktionen aussuchen, die sie während des Förderjahres gemeinsam mit der "Radkultur" umgesetzt haben.

Radcheck der Gemeinde kommt gut an

Eine dieser Kommunen ist die Gemeinde Loßburg. Der Luftkurort erhielt 2022 das kleine Förderpaket inklusive Beratung durch die Initiative. Die Förderung ermöglichte erste Gehversuche im Bereich der Radverkehrskommunikation oder unterstützte dabei, bereits bestehende Maßnahmen auszubauen.

Eine der beliebtesten Aktionen – der Radcheck – hat Loßburg gleich zweimal angeboten. Beide Male kamen viele Bürger vorbei, um ihr Fahrrad kostenlos auf Verkehrstüchtigkeit überprüfen zu lassen. Außerdem hat die Gemeinde ein elektrisches Lastenrad angeschafft: Das Loßburger Lastenrad – die "LoLa", wie sie die Gemeinde getauft hat – können sich die Menschen in Loßburg kostenlos ausleihen, um es im Alltag auszuprobieren.

Kleinere Reparaturen am Fahrrad vornehmen

Ergänzt wurden die Radkultur-Aktivitäten um einen öffentlich zugänglichen Rad-Service-Punkt. An der praktischen Reparatursäule sind Werkzeuge wie beispielsweise ein Reifenheber, Inbusschlüssel und eine Luftpumpe angebracht, mit denen sich im Alltag schnell kleinere Reparaturen am Fahrrad vornehmen lassen. Dieses runde Paket hat Wirkung gezeigt: In der Gemeinde ist das Thema Fahrradfahren präsenter geworden, ebenso in Politik und Verwaltung.

Im kommenden Jahr will Loßburg außerdem ein Mobilitätskonzept ausarbeiten, in dem der Radverkehr eine wichtige Rolle spielen wird.