Ob die Gemeinde mit dem Hartplatz ins Förderprogramm aufgenommen wird, entscheidet sich erst nach Ostern. Foto: Herzog

Das Bundesprogramm Sanierung kommunaler Sportstätten ist völlig überzeichnet. Unter 3600 eingereichten Projektskizzen ist auch eine aus Eschbronn dabei.

Nachdem das Bundesbauministerium Mitte Oktober einen Projektaufruf für das neue Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) gestartet hatte, waren der FV Locherhof und der SV Mariazell auf die Gemeinde zugegangen. Sie sahen darin und in einer zusätzlichen Landesförderung Chancen, den Hartplatz „Rote Erde“ beim Sportheim am Waldeck mit einer 90-prozentigen Förderung in einen Kunstrasenplatz umzuwandeln. Die Gesamtkosten wurden auf etwa 990 000 Euro geschätzt.

 

Vereine hoffen auf hohe Förderung

Bereits damals ging Bürgermeister Franz Moser davon aus, dass das Förderprogramm mehrfach überzeichnet sein wird. Ungeachtet dessen wurde fristgemäß ein Antrag gestellt. Wie der Bürgermeister nun im Gemeinderat bekannt gab, ist die Resonanz auf den Projektaufruf mit über 3600 beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung eingegangenen Interessensbekundungen erwartungsgemäß groß gewesen.

Programm deutlich überzeichnet

„Mit einer beantragten Gesamtfördersumme von über 7,5 Milliarden Euro ist das Programm, das für 2026 nur 333 Millionen Euro im Topf hat – für 2027 und 2028 soll es nochmals die gleiche Summe geben – hoffnungslos überzeichnet“, bedauerte Moser.

Aufgrund der hohen Zahl an Anträgen sei eine Prüfung der Projektskizzen bis Ende Februar 2026 nicht möglich gewesen. Diese werde voraussichtlich erst nach Ostern erfolgen, bat Moser trotz der geringen Hoffnung auf eine Berücksichtigung um Geduld. Der Tennenplatz in Mariazell hat mittlerweile Seltenheitswert, da es in der Umgebung nur noch wenige davon gibt. Er ist der einzige Allwetterplatz, den die Kicker des SV Mariazell und FV Locherhof nutzen können. Seit seiner Herstellung 1983 verursacht er durch Wildwuchs immer wieder Kosten. Zuletzt wurde er 2013 saniert.

Eine Umwandlung in einen Kunstrasenplatz war wiederholt Thema der beiden Vereine, scheiterte bislang jedoch aus finanziellen Gründen.