Luca Wassmer ist einer der Gewinner des Kulturförderpreises Schwarzwald-Baar 2025, den er für seine lebendige Darstellung von Bäumen erhalten hat. Foto: Rainer Bombardi

Die Überraschung war bei ihm selbst riesig: Luca Wassmer aus Mönchweiler ist einer der beiden Gewinner des Kulturpreises Schwarzwald-Baar.

Mit vielem hatte er gerechnet, als er die Einladung zur Veranstaltung bekam, die in diesem Jahr die Kategorie Bildende Kunst auszeichnete. Doch hatte er nie damit gerechnet, dass seine eingereichten Werke am Ende preisgekrönt sind.

 

„Ich bin überrascht, stolz und dankbar“ beschrieb Wassmer seine ersten Gefühle nach Bekanntwerden der Preisträger. Mit Blick auf seine Mutter Kathrin ergänzte er: „Dankbar bin ich für die Möglichkeit meine Kunst ausleben zu dürfen, den notwendigen Freiraum zu Hause bekommen zu haben und ein Kunststudium an der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart absolvieren zu können.“

Dieses begann er vor Kurzem im Doppel mit einem Lehramtsstudium in Biologie und Kunst an der Universität Hohenheim. Die Affinität zu seinem aktuellen künstlerischen Schaffen ist dabei unverkennbar, Wassmer beschäftigt sich in seinem Kunstwerk mit Bäumen. In allen möglichen Facetten, durchleuchtet er sie funktional, physiologisch, biologisch und künstlerisch.

Wendepunkt in seinem Schaffen

Doch damit soll demnächst Schluss sein. „In Stuttgart fehlt mir die Verbindung zu den Bäumen und zum Wald. Ich kann mir vorstellen in Zukunft dreidimensionale Kunstwerke zu erstellen“, sieht sich Luca Wassmer an einem Wendepunkt zu einer neuen künstlerischen Phase.

Unabhängig davon gesellte sich Wassmer unlängst zu den Häsmalern der Villinger Narro. „Mich fasziniert die Akribie mit der die Häser entstehen und das Auftragen der Ölfarben auf Leinenstoff“, ist er dankbar für alle Hinweise und Tipps die er stets von den erfahrenen Häsmalern erhält.

Schon als Kind gerne gemalt

Wassmers Faible für die bildende Kunst kam schon im Kindergarten zum Vorschein. „Oft hatten wir den Kindergarten kaum betreten, da war Luca bereits am Maltisch“, erinnert sich Mutter Kathrin.

Auf die Idee zu seinen preisgekrönten Werken kam Luca bei Spaziergängen im Wald. Die Natur zu spüren und zu fühlen, um sie in Gemälden beflügelte Luca Wassmer in seinem künstlerischen Wirken. Hierfür war eine gewisse Spontanität erforderlich, wobei er grundsätzlich viele Szenen fotografisch einfing. „Doch nichts geht über die Kunst vor Ort.

Auf Fotos erscheinen manche Farben verzerrt oder anders als in der Natur.“ Wassmer verriet, dass er die Fotografien nicht so oft zu Rate zog, wenn er beim Arbeiten zu Hause nicht mehr weiterwusste.