Im Nagolder Stadion können nun auch Flutlichtspiele auf dem Rasen stattfinden. Foto: Heiko Hofmann

Es hat schon ein Weilchen gedauert: Vor einem Jahr feierte der VfL Nagold sein 175-jähriges Bestehen. Nun stand die Einweihung des städtischen Geschenks an: Das Stadion hat jetzt endlich Flutlicht.

Vielen Nagoldern dürfte gar nicht bewusst gewesen sein, dass das Stadion bisher über keine Flutlichtanlage verfügt hat. Und das stimmt ja auch nicht ganz: Denn wie nahezu allabendlich zu sehen ist, ist der kleine Kunstrasenplatz am Rande der Sportanlage mit Flutlicht ausgestattet.

Das Herzstück des Reinhold-Fleckenstein-Stadions aber, der große Rasenplatz und die blaue Laufbahn, musste bis dato im Dunkeln bleiben. Eine Flutlichtanlage fehlte.

Nagolds Oberbürgermeister Jürgen Großmann erinnerte bei der Einweihung auch an den Grund: Als 2014 die von Heike und Reinhold Fleckenstein unterstützte Komplettsanierung des Stadions anstand, da hätte die Stadt eigentlich auch gleich gerne eine moderne Flutlichtanlage installiert. Das tat sie aber letztlich nicht. Zur Erinnerung: 2014, das war kurz nach der Landesgartenschau – und in dieser Zeit war das Geld in der städtischen Kasse knapp.

Neue Möglichkeiten

Für Nagolds OB und den Gemeinderat kam da wohl das Jubiläum des VfL Nagold gerade recht. Zum 175-jährigen Bestehen von Nagolds größtem Verein, sollte es schon ein etwas üppigeres Geschenk sein: Also versprach Nagolds OB die neuen Flutlichtanlage.

In der vergangenen Woche wurde nun Vollzug gemeldet. Und bei der Einweihung der Anlage mit einem Flutlichtspiel des Landesligisten VfL Nagold gegen den VfL Sindelfingen herrschte mehr Freude über die nun fertiggestellte Anlage, als Verwunderung, dass es so lange gedauert hatte.

Und es war auch noch nicht alles perfekt. Die Ausleuchtung muss noch nachjustiert werden, damit zum Beispiel auch die Leichtathleten voll von dem Geschenk profitieren können. Nagolds OB sagte das auch zu. Und der Abteilungsleiter der Leichtathleten Hans Barucha hat das sicher wohlwollend vernommen.

Bei der Einweihung freuten sich über das Flutlicht (von links): Holger Ehnes (1. Vorsitzender VfL Nagold), OB Jürgen Großmann, Coach Armin Redzepagic, Fußballerchef Uli Hamann und Hans Barucha, Leiter der Leichtathletik-Abteilung. Foto: Heiko Hofmann

So verwies Barucha bei seinen Dankesworten darauf, dass die Flutlichtanlage auch den Leichtathleten neue Möglichkeiten offeriert – zum Beispiel bei den abendlichen Trainingseinheiten aber auch mit Abendsportfesten in den technischen Disziplinen. Barucha weiter: „Für uns ist das ein echter Zugewinn.“

Auf das Mehr an Trainingsmöglichkeiten ging auch Uli Hamann, zweiter Vorsitzender des VfL und einer der Abteilungsleiter der Fußballer, ein. Zudem verwies er auf die besondere Stimmung bei Flutlichtspielen „Was gibt’s schöneres als an einem Freitagabend ein Flutlichtspiel?“, fragte der Fußballromantiker.

Grußwortredner im Flutlicht. Foto: Heiko Hofmann

Und tatsächlich war die Stimmung im abendlichen Reinhold-Fleckenstein-Stadion unter Flutlicht eine andere. Wenn auch der VfL Nagold das Einweihungsspiel 0:2 verlor.

Der Vorsitzende des VfL Nagold, Holger Ehnes bedankte sich bei der Stadt für das großzügige Geschenk. „Das hat uns riesig gefreut!“ Auch er betonte die vielen Nutzungsmöglichkeiten, vor allem im Trainingsbetrieb. Wohlwissend, dass Trainingsplatzkapazitäten in Nagold knapp bemessen sind. Dabei betonte Ehnes auch, dass der VfL Nagold gerade in diesen Zeiten die Investitionen der Stadt in die „Aufwertung von Sportanlagen“ zu schätzen wisse.

Nagolds Stadtoberhaupt Jürgen Großmann war es wichtig zu unterstreichen, dass die neue Flutlichtanlage durchaus auch als „Zeichen der Wertschätzung“ für die beim VfL Nagold geleistete Arbeit zu sehen sei.