Ein Korrespondent von "Infratest dimap" sammelt im Wahllokal Fluorn per Umfrage Daten für die Hochrechnungen der ARD. Foto: Stöhr Foto: Schwarzwälder Bote

Landtagswahl: Starker Anstieg unter Briefwählern / Umfrageinstitut aus Berlin in Fluorner Halle vor Ort

Fluorn-Winzeln. Der Wahlbezirk Fluorn war im Rahmen der Landtagswahl eines von insgesamt 200 Wahllokalen, die für eine repräsentative Stichprobe von "Infratest dimap" ausgewählt worden waren. Wie zuvor schon im Gemeinderat angekündigt, wurde dem Wahllokal in der Fluorner Mehrzweckhalle eine besondere Ehre zuteil, wenn man so will. Die Wahlforscher von "Infratest dimap" hatten den Wahlbezirk für ihre Analysen und Hochrechnungen ausgewählt.

Ein Korrespondent des in Berlin ansässigen Umfrageinstituts war am Wahlsonntag vor Ort, um die sogenannte repräsentative Nachwahlerhebung (Exit Poll) durchführen. Die Teilnahme war freiwillig und anonym. Zahlreiche Wähler beteiligten sich an der Umfrage. Die dort erhobenen Daten flossen nach und nach in die Hochrechnungen der ARD mit ein, erklärte der Korrespondent Andreas Starck im Gespräch mit unserer Zeitung. Dazu müsse er die vorhandenen Ergebnisse zu jeder Stunde an die Zentrale weiterleiten.

Im Fragebogen wurde nach der Wahlentscheidung sowie nach den demografischen Daten wie Alter und Geschlecht gefragt. Ein zweiter, längerer Fragebogen beinhaltete zusätzliche Fragen etwa zum Schulabschluss, zur Berufstätigkeit und zu wahlentscheidenden Fragen. Viele Fluorner ließen sich animieren, im Anschluss an die Stimmabgabe an den Umfragen teilzunehmen und etwas zu den Hochrechnungen beizutragen.

Doch zunächst ging es gemächlich zu am Morgen des Wahlsonntags – was bei dem plötzlichen Wintereinbruch allerdings auch nicht verwundere, merkte Daniela Ruf vom Wahlhelferteam an. Die ersten seien trotzdem schon kurz vor acht Uhr vor der Tür gewesen, räumte sie ein.

Insgesamt bestehe das Team in Fluorn-Winzeln aus 23 Wahlhelfern, erklärte Bürgermeister Bernhard Tjaden, der morgens ebenfalls in Fluorn mithalf. Jeweils acht Helfer waren in den beiden Ortsteilen Fluorn und Winzeln im Einsatz, sieben weitere waren für die Briefwahlen zuständig. Die Zahl der Briefwähler habe 2021 deutlich zugenommen, wie Hauptamts- und Wahlleiterin Stefanie Grumbach anmerkte. So habe diese Zahl vor der Wahl am Sonntag schon bei weit über 600 gelegen. Normalerweise seien es zwischen 200 und 300.

Die Briefwahlen dürften schon vor 18 Uhr geöffnet werden – um zu schauen, ob alles stimme. Ausgezählt würden die Stimmen dann aber erst ab 18 Uhr. Der Aufwand, den die Wahlvorbereitungen mit sich brachten, sei in diesem Jahr größer gewesen, sagte Grumbach.

Die Hygienevorschriften erforderten eine spezielle Beschilderung, um die Besucher sicher durch das Wahllokal zu lotsen. Desinfektionsmittel und Hygienetücher für das Desinfizieren von Gegenständen und Flächen mussten bestellt werden, erklärte sie weiter. Es bleibt zu hoffen, dass die zukünftigen Wahlen wieder unter Normalbedingungen stattfinden können.

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