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Fluorn-Winzeln Trockenheit und Schadholz belasten

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Sturmschäden und Käferbefall setzen dem Wald nach wie vor zu. Foto: Stöhr Foto: Schwarzwälder Bote

Der Waldhaushalt war Thema in der Fluorn-Winzelner Gemeinderatssitzung am vergangenen Dienstag in der Fluorner Mehrzweckhalle.

Fluorn-Winzeln . Bürgermeister Bernhard Tjaden begrüßte zu diesem Tagesordnungspunkt Oberforsträtin Frauke Kleemann und Revierleiter Jörg Fehrenbacher, die einen Bericht über die aktuelle Lage und das laufende Betriebsjahr gaben.

"Die fetten Jahre sind vorbei" meinte Tjaden, auch wenn man einen schönen, großen und gepflegten Gemeindewald habe. Doch in der Krise stecke auch eine Chance.

Kleemann ging zunächst auf die "Großwetterlage" ein, während der Revierförster den "örtlichen Wetterbericht" lieferte, wie er es selber nannte. Im Januar sei man noch gut gestartet, sagte Kleemann. Die Holzpreise hätten sich nach den Trockenjahren 2018 und 2019 wieder erholt. Im Februar sei dann eine erste Trendwende zu spüren gewesen, bis es mit Corona dann ganz eingebrochen sei.

Die Nassholzlager in der Region mussten wieder angefahren worden. Dort könne das Holz ohne Pilz- und Insektenbefall bis zu drei Jahren gelagert werden. Insgesamt hoffte Kleemann, dass die Preise wieder ansteigen, wenn die Nasslager leer geräumt werden. Im Moment werde nur Sturm- und Käferholz aufgearbeitet.

Fehrenbacher ging noch genauer auf die Rahmenbedingungen ein. Die Stürme im Frühjahr, dazu ein deutlich zu warmes und zu trockenes Wetter, hätten bewirkt, dass der Borkenkäfer schon im April statt im Mai geflogen sei und für "keine schönen Zahlen" gesorgt hätte.

Beim Einschlag liege man deutlich unter dem Planansatz. Die Holzernte des Sturmholzes verhinderte weitere planmäßige Hiebe, erklärte Fehrenbacher. Im Forstwirtschaftsjahr 2019 wurde bei einem Einschlag von 4445 Festmetern ein Gewinn von 38 738 Euro (inklusive Verrechnungen) erwirtschaftet. Im Vergleich dazu: Im Vorjahr belief sich der Gewinn noch auf knapp 141 000 Euro, 2017 sogar auf mehr als 200 000 Euro.

Dafür fänden aufgrund des Sturms deutlich mehr Pflegemaßnahmen statt als ursprünglich geplant. Wie es im kommenden Jahr werde, wisse man noch nicht. Das sei sehr wetterabhängig, erklärte Kleemann.

Für das Forstwirtschaftsjahr 2021 sei ein Holzeinschlag von 7350 Festmetern vorgesehen. Diese Menge liege etwas oberhalb des zehnjährigen Durchschnitts. Nach der Planung des Forstamtes werde 2021 ein Überschuss in Höhe von etwa 16 500 Euro erwartet, was einen vergleichsweise geringen Ertrag bedeute. Fehrenbachers Überblick über die Zahlen der vergangenen 20 Jahre zeigte jedoch, dass man auf lange Sicht schon viele gute Jahre gehabt hatte. Die langfristige Perspektive sei wichtig, fasste Tjaden die Ergebnisse zusammen.

Der Gemeinderat gab dem forstlichen Betriebsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2021 einstimmig grünes Licht.

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