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Fluorn-Winzeln Stücke der "Eintracht" bleiben im Ohr

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Viel Applaus vom Publikum erhält das Orchester für die überzeugende musikalische Leistung. Foto: Musikverein Foto: Schwarzwälder Bote

Der Musikverein Eintracht Fluorn sowie das Vor- und das Jugendorchester Fluorn-Winzeln überzeugten beim Adventskonzert.

Fluorn-Winzeln. Sichtlich erfreut zeigte sich Vorsitzender Dietmar Hany, als er am Samstag das Adventskonzert des Musikvereins Eintracht in der vollbesetzen, konzertbestuhlten Fluorner Halle anmoderierte und die zahlreichen Besucher begrüßte. Eröffnet wurde das Konzert durch das gemeinsame Vororchester Fluorn-Winzeln unter der Leitung von Michaela Gerster. Souverän leitete sie die Jüngsten der beiden Musikvereine aus Fluorn und Winzeln durch die kurzweilige Literatur – unter anderem "Cheerleader", arrangiert von Ivo Kouwenhoven, und "Summer Nights" von Johnnie Vinson. Ohne Zugabe durfte das Vororchester die Bühne nicht verlassen.

Nach einer raschen Umbauphase übernahm das gemeinsame Jugendorchester Fluorn-Winzeln unter der Leitung von Elias Zuckschwerdt die Bühne und demonstrierte einmal mehr sein hohes musikalisches Niveau. Mit der energiegeladenen "Seagate Overture" von James Swearingen beeindruckte das Jugendorchester das Publikum mit erlebbarer musikalischer Leidenschaft sowie gewohnt hoher Klangqualität.

Im anschließenden Musikstück "Schmelzende Riesen" von Armin Kofler wurde musikalisch die Klimaerwärmung dargestellt. Mit einem ruhigen und majestätischen Teil am Anfang wird die Erhabenheit der Gletscher widergespiegelt. Schneller wird es bei der Fahrt im Schlittenhundegespann im Mittelteil. Abrupt wird die Klimaerwärmung sichtbar, die durch ein "Klagelied" der Gletscher verdeutlicht wird. Erst ganz am Ende zeigt sich in einem optimistischen Ton die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Mit "A Klezmer Karnival" von Philip Sparke verabschiedete sich das gemeinsame Jugendorchester Fluorn-Winzeln wieder. Gekonnt wurde die Mischung aus Fröhlichkeit und Melancholie der traditionellen Klezmermelodien wiedergegeben. Für dieses gekonnte Hörvergnügen wurde vom Publikum eine Zugabe gefordert, bevor die jungen Musiker von der Bühne durften.

Kraftvolles Werk mit dramatischem Schluss

Mit dem historischen Marsch "Herzog von Braunschweig" von Grawert/Hackenberger eröffnete der Musikverein Eintracht Fluorn unter der Leitung von Axel Zimmermann den dritten Teil des Konzertabends. Anschließend entführte die "Eintracht" mit der "Appalachian Overture" von James Barne das Publikum in den Südosten Amerikas. Das kraftvolle Werk enthält zahlreiche Melodien, deren Ursprung man in der Folklore suchen würde, die jedoch allesamt Eigenkreationen des Komponisten sind. Der langsamere Mittelteil erlaubt dem Zuhörer einen kurzen Moment der Erholung, bevor das energische Da Capo und der dramatische Schlussteil das Werk mit brillantem Klang zum Abschluss bringen.

Die traumhafte Berglandschaft in Pennsylvania beschreibt Rossano Galante in der wunderschönen Komposition "Red Rock Mountain". Blechbläserfanfaren und strahlende Melodielinien eröffnen das Werk und führen zu einer sehr emotionalen Passage, die den Berg bei Tagesanbruch darstellen soll. Immer mehr steigert sich die Musik, die in einem heroischen Finale das großartige Panorama der US-Ostküste würdigt.

"The Sound of Ireland" von Guido Rennert, 37 271 Noten geballte irische Musik in allen möglichen Facetten, von traditionellem irischen Folk, über "Lord oft the Dance", bis hin zur Ballade "Song for Ireland" versetzte das Publikum kurzerhand auf die grüne Insel.

Mit dem Medley "80er Kult(tour)", arrangiert von Thiemo Kraas, ließ der Musikverein Eintracht Hochkaräter der 1980er-Popmusik aufleben. Zu Stücken wie "Skandal im Sperrbezirk", "Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein" und "Sternenhimmel" wurde im Publikum kräftig mitgesungen.

Mit tosendem Applaus wurden die Musiker für ihre eindrucksvolle musikalische Leistung belohnt und erst nach mehreren Zugaben von der Bühne entlassen.

Dirigent Axel Zimmermann hat erneut bewiesen, dass hoher musikalischer Anspruch keineswegs ein Widerspruch zu packenden Darbietungen sein muss, die das Publikum begeistern und im Ohr bleiben.

Die Musiker aller drei Orchester durften sich mit den Dirigenten über zahlreiche positive Rückmeldungen erfreuen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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