Fluorn-Winzeln generiert viel Strom über Windräder und Solaranlagen.Foto: Stöhr Foto: Schwarzwälder Bote

Gemeinderat: Regenerative Stromerzeugung liegt in Fluorn-Winzeln bei 90 Prozent

Die Gemeinde Fluorn-Winzeln hat eine neue Bürgerbroschüre. Darin enthalten sind aktuelle Infos rund um die Doppelgemeinde.

Fluorn-Winzeln. Zu Beginn der Sitzung kündigte Bürgermeister Bernhard Tjaden eine Neuheit an. Es gibt eine neue Ortsbroschüre. Diese werde Ende der Woche mit dem Amtsblatt an alle Haushalte verteilt. Darin enthalten ist ein Überblick über die Angebote der Gemeinde: von der Infrastruktur und den Bildungseinrichtungen über Sport- und Freizeitangebote bis hin zu Wirtschaft, Gesundheit und Soziales. Die etwa 20-seitige Infobroschüre liege dann auch im Rathaus aus, informierte Tjaden.

Auf eine Besonderheit wies der Bürgermeister in diesem Zusammenhang hin. Demnach wurden 2019 durch großes Bürgerengagement mehr als 90 Prozent des in Fluorn-Winzeln verbrauchten Stroms vor Ort regenerativ erzeugt. Das seien Spitzenwerte. Der Landesschnitt liege bei etwa 35 Prozent.

250 Solaranlagen und zwei Windräder erbrächten je 25 Prozent, zwei Biogasanlagen etwa 50 Prozent, wie aus dem Interview in der Broschüre zu erfahren ist. Neben vielfältigen Vereinsangeboten und Highlights wie der Gewerbeschau "Kunst im Dorf" zeigt sich der Bürgermeister besonders dankbar, "dass es gelungen ist, die Menschen beider Ortsteile einander wieder deutlich näher zu bringen."

Die Abschaffung der unechten Teilortswahl 2019 sei aus kommunalpolitischer Perspektive "äußerst bemerkenswert", freute sich Tjaden. Aktuell liege die Einwohnerzahl bei etwa 3135 (Stand Ende Juni 2020). Mit rund 1150 Arbeitsplätzen vor Ort (gegenüber 787 im Jahr 2006) habe sich das Gewerbe in den vergangenen Jahren gut entwickelt.

Als erster Punkt nach der Vorstellung der Bausachen stand die Vergabe für die Verlegung der Wasserleitung in der Brühlstraße auf der Tagesordnung. Laut Ingenieurbüro Weisser und Kernl lag das günstigste Angebot bei 30 946 Euro und wurde von der Firma Rack Rohrleitungsbau aus Renquishausen abgegeben. Da es in der jüngeren Vergangenheit immer schwieriger geworden sei, Angebot für die Verlegung von Wasserleitungen zu bekommen, habe man die Installationsarbeiten beschränkt unter drei regional tätigen Firmen ausgeschrieben.

Zur Submission Anfang Februar seien zwei Angebote abgegeben worden. Das zweite Angebot lag mit einem Abstand von lediglich 0,2 Prozent hinter dem günstigsten Bieter.

Martin Weisser vom Ingenieurbüro informierte den Gemeinderat dazu vor Ort. Der Gemeinderat folgte dem Beschlussvorschlag zur Vergabe der Arbeiten an die Firma Rack einstimmig.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: