Das Interesse an der Schulthematik in Fluorn-Winzeln ist groß. Foto: Moosmann

Informationsabend zur Grundschule in Fluorn und Winzeln. Beide Standorte sollen erhalten bleiben.

Fluorn-Winzeln - Zu einem Informationsabend hatte die Schulleitung der Schule Fluorn-Winzeln, Eltern und Bürger der Gemeinde am eingeladen.Zuvor bestand die Möglichkeit die beiden Schulen in Winzeln und Fluorn zu besichtigen, was auch von vielen genutzt wurde.

 

Rund 100 Eltern, Bürger und die meisten Gemeinderäte versammelten sich im Foyer der Schule Fluorn, um sich das von der Gemeindeverwaltung erbetene und von der Schulleitung erarbeitete Konzept über die Unterrichtsgestaltung im Schuljahr 2013/14 der Öffentlichkeit vorstellen zu lassen.

Aufgrund der zurückgehenden Schülerzahlen könne, so Konrektor Franz Friedl, der Unterricht nicht wie bisher an beiden Schulstandorten in je vier eigenständigen Klassen durchgeführt werden.

An der Schule Fluorn gebe es im Schuljahr 2013/14 in der ersten Klasse zehn Schüler. In der zweiten Klasse 21 Schüler, in der dritten Klasse 15 und in der vierten Klasse 14 Schüler, so Friedl. Im Schuljahr 2014/15 in der ersten Klasse zwölf Schüler, in der zweiten Klasse zehn (acht) Schüler, in der dritten Klasse 21 und in der vierten Klasse noch 15 Schüler.

In Winzeln gibt es im Schuljahr 2013/14 in der ersten Klasse elf (zehn) Schüler, in der zweiten Klasse 15, in der dritten Klasse 16 Schüler und in der vierten Klasse 20 Schüler. Im Schuljahr 2014/15 gehen in Winzeln 23 Kinder in die erste Klasse, elf (zehn) in die zweite Klasse. 15 in die dritte und 16 in die vierte Klasse.

Im Schuljahr 2015/16 gehen in Fluorn elf Kinder in die erste Klasse, zwölf in die zweite und zehn (acht) in die dritte und 21 in die vierte Klasse. Im Schuljahr 2016/17 sind es in Fluorn acht Kinder in der ersten, elf in der zweiten, zwölf in der dritten und zehn (acht) in der vierten Klasse.

In Winzeln gibt es im Schuljahr 2015/16 17 Schüler in der ersten Klasse, 23 in der zweiten Klasse, elf (zehn) in der dritten und 15 in der vierten Klasse. Im Schuljahr 2016/17 sind es in Winzeln 20 Schüler in der ersten Klasse, 17 in der zweiten Klasse, 23 in der dritten und elf (zehn) in der vierten Klasse.

Und im Schuljahr 2017/18 sind es in Winzeln 22 Schüler in der ersten, 20 in der zweiten, 17 in der dritten und 23 in der vierten Klasse. (laut Erhebungen der Kindergärten Fluorn und Winzeln).

Die vier Ziele

Mit dem von der Schule erarbeiteten Konzept, so Friedl, verfolge man vier Ziele:

u  Ziel eins: "Wir wollen allen Betroffenen soweit als möglich gerecht werden."

u  Ziel zwei: "Wir wollen Jahrgangsklassen."

u  Ziel drei: "Wir wollen für die Schüler in Fluorn und Winzeln vergleichbare Bedingungen."

u  Ziel vier: "Wir wollen die Klassen eins und zwei in Winzeln und die Klassen drei und vier in Fluorn unterrichten."

Der von Teilen der Eltern favorisierten jahrgangsübergreifenden Klassen kann Friedl nichts abgewinnen, führe dies doch zu großen Klassen.

Rektorin Ulrike Wiedmann von der Grundschule Rötenberg sagte hierzu als Rednerin, sie sei in der glücklichen Lage, jahrgangsübergreifende Klassen zu haben. Der Bürgermeister und der Gemeinderat stehe voll und ganz hinter der Sache. Friedl plädierte für den Erhalt beider Schulstandorte, es gehe bei dem Infoabend nicht um den Fortbestand der Grundschule, sondern um das "wie" – und mit diesem Konzept sei der Fortbestand und der Unterricht an beiden Standorten gesichert.

Claudia Bushart, als Elternbeiratsvorsitzende für Fluorn, und Melanie Steinhilber für Winzeln setzten sich in ihren Statements für den Erhalt beider Schulstandorte ein. Die Eltern, so Bushart und Steinhilber, würden für eine Abstimmung plädieren, um eine Entscheidung treffen zu können.

Friedl hierzu: Die Eltern könnten zwar ein Votum abgeben, doch die Entscheidung liege bei der Schule. Mit diesem Konzept, so Friedl, sei der Zeitpunkt gekommen einen Rahmen für die Zukunft zu stellen. Bei der anschließenden Diskussion wurde beispielsweise nachgefragt, wie sich das Schulamt zu dem Konzept stelle. Friedl erläuterte, dass das Schulamt voll und ganz hinter dem Konzept stehe. Einen Zeitrahmen für die Umsetzung des Konzepts konnte Friedl nicht nennen.

Eltern, wie zum Beispiel Torsten Schmid und Oliver Hess, war es zum Schluss der Versammlung wichtig festzustellen, dass die Kinder – egal ob in Winzeln oder in Fluorn – den ihnen zustehenden Unterricht erhalten. Diese Aussage wurde mit viel Beifall bedacht.