Der Bericht zum Sanierungskonzept für das Quartier "Obere Lehrstraße" bringt neue Erkenntnisse.Foto: Stöhr Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Für ein Nahwärmenetz im Quartier "Obere Lehrstraße" fehlt es an genügend Interessenten

Seit längerem beschäftigt sich die Gemeinde Fluorn-Winzeln mit dem Quartierskonzept "Obere Lehrstraße". Im Zusammenhang mit der Sanierung der Mehrzweckhalle sollte ein Sanierungskonzept für ein ganzes Quartier entstehen. Der Abschlussbericht kam nun im Gemeinderat zur Sprache.

Fluorn-Winzeln (js). Bürgermeister Bernhard Tjaden sprach in Bezug auf die umfangreiche Ausarbeitung des Planungsbüros Westhauser von einer "guten Sache", die geholfen habe, einige grundlegende Dinge zu klären. Allerdings habe die Ausarbeitung auch gezeigt, dass der Plan für das Sanierungskonzept sehr ambitioniert war und es momentan noch an größeren Verbrauchern fehle, um in einen wirtschaftlichen Bereich zu kommen.

Immerhin hätten sich bei der Umfrage 22 von 80 Haushalten zurückgemeldet. Wie aus einer neuen Tischvorlage hervorging, müssten jedoch mindestens 80 Prozent der Eigentümer gewonnen werden, damit ein Nahwärmenetz wirtschaftlich betrieben werden kann. Bei einer geringeren Anschlussdichte wären die "günstigen Bedingungen" nicht erreicht, wie in dem Fazit von Jan Christophers (Projekt- und Stadtentwicklung) festgehalten wurde. Davon sei man aktuell noch relativ weit weg, hieß es.

Wie also weitermachen?, lautete die Frage. Angeregt wurde, den Blick auf die Gesamtgemeinde zu richten. Die ermittelten Daten sollten in ein Gesamtenergiekonzept fließen, wurde aus dem Gemeinderat vorgeschlagen. Ratsmitglied Roland Gerster warb engagiert dafür, dass man klären sollte, welche Erfahrungswerte die Nachbargemeinden hätten. Er sprach das Beispiel Wolfach an. Man müsse sich ernsthaft mit der Sache auseinandersetzen und einen geeigneten Betreiber suchen.

Walter Glunk bekannte sich als "großer Hackschnitzel-Fan" und ergänzte, dass es einen Betreiber brauche, der "voll dahinter steht". Auch müssten die Bürger es wollen. Befragungen alleine seien nicht zielführend, meinte Glunk. Man müsse Kontakte aufbauen und die Bürger mit ins Boot nehmen, so seine Einschätzung.

Bürgermeister Tjaden stimmte zu, dass die Gemeinde als Betreiber wegen des fehlenden Know-hows nicht in Frage komme und mögliche Versorger angefragt werden könnten. Ein Beschluss war in dieser Sache noch nicht vorgesehen.