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Fluorn-Winzeln "Ich wollte schon immer mal Pilot werden"

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Flugschüler während des Flugbetriebs: Josua Schmider, Constantin Schatz, Markus Ruf, Tim Herbst und Maximilian Krätschmer (von links) Foto: Herbst Foto: Schwarzwälder Bote

Fluorn-Winzeln. Auf der Terrasse der Fliegerklause am Flugplatz Winzeln-Schramberg herrscht Hochbetrieb. Es ist ein schöner Frühsommertag, windig, auf dem Flugfeld herrscht reges Treiben.

Abgesetzt von diesem Treiben, 500 Meter in Richtung Norden, ist eine Gruppe Flugschüler dabei, ihren Traum vom eigenen Flugschein zu realisieren. Bereits gegen neun Uhr wurden die Schulungssegelflugzeuge – eine Ka8b, eine ASK 13 und eine ASK 21 – aus der Halle an den Start gebracht. Ein Auto hilft beim Ziehen der Flugzeuge. Zunächst wurde der Startbereich eingerichtet, die Seilwinde aufgestellt, in Betrieb genommen und die Funkverbindung zum Tower aufgebaut.

Nun endlich startete der erste Flugschüler in Begleitung eines Fluglehrers in der doppelsitzigen ASK 13 mit Hilfe der 400 PS starken Seilwinde gen Himmel. In rund einer Minute wird die Höhe von etwa 450 Metern erreicht, von wo aus einige Übungen geflogen werden und dann das Wichtigste – die saubere Landung – vorbereitet wird.

Die Flugschüler, die bereits länger dabei sind und ihren ersten Alleinflug schon absolviert haben, starten dann mit der einsitzigen Ka8b oder der ASK 21 zu ihren Flügen. Allen gemeinsam ist, dass sie zielstrebig lernen, üben und ein Gefühl für das lautlose Gleiten in der Luft entwickeln, um dann nach etwa zwei Jahren der Ausbildung ihren Flugschein in den Händen zu halten. An diesem Tag geht es Reih um, jeder startet fünfmal. Nachmittags waren mit der verfügbaren Thermik Schulungsflüge bis zu ein oder zwei Stunden Dauer möglich – das alles nur mit der Kunst, die aufsteigende Luft zu erkennen und zu nutzen.

Die Gründe der einzelnen Flugschüler, das Fliegen zu erlernen sind so vielfältig wie die Personen, die man am Flugplatz trifft. Markus Ruf meint, er sei schon immer gerne Motorrad gefahren und habe die Freiheit genossen. Das Fliegen gebe ihm nun noch die dritte Dimension an Freiheit hinzu. Josua Schmider fing Feuer für die Fliegerei, als er beim Tag der offenen Tür einen Rundflug machen durfte und dabei die Leidenschaft für die Fliegerei in ihm erweckt wurde. Er hat bereits rund 30 Starts und freut sich auf den ersten Alleinflug.

Maximilian Krätschmer sagt: "Ich wollte schon immer Pilot werden. Als ich dann endlich 14 war, habe ich mich sofort beim LSV Schwarzwald angemeldet." Manche haben ihre Leidenschaft auch mit den Genen übernommen. Tim Herbst kam bereits mit seinem Vater im Alter von neun erstmals mit auf den Flugplatz. Immer wieder ergab sich die Gelegenheit zum Mitfliegen. Irgendwann saß er vorne, der Fluglehrer hinter ihm. Mittlerweile hat er über 100 Flüge und arbeitet auf die praktische Prüfung hin. Constantin Schatz wiederum ist der Sohn des ehemaligen Weltmeisters Matthias Sturm. Constantins Ziel ist es, es seinem Vater gleichzutun und baldmöglichst in Segelflug-Bundesliga- und Wettbewerbs-Ranglisten aufzutauchen.

Allen gemeinsam ist die Kameradschaft unter Fliegern. Im Segelflug kommt keiner in die Luft, ohne die Hilfe der anderen. Der LSV Schwarzwald organisiert mit Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen Flugplatz-Erkundungen, Projekttage und ähnliches, um Kinder und Jugendliche für dieses spanende und persönlichkeitsbildende Hobby zu begeistern.

Eine andere Möglichkeit zu schnuppern, ist ein Schnupperflugtag am 9. Juni. Interessierte können an diesem Tag sowohl den Segelflug, als auch den Motorflug erleben und haben so die ideale Gelegenheit die Fliegerei für sich zu entdecken.

Weitere Informationen: www.lsv-schwarzwald.de.

 
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