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Fluorn-Winzeln Gemeindeleben lag ihm am Herzen

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Karl Weißer lebt nicht mehr.Foto: Kirchengemeinde Foto: Schwarzwälder Bote

Aichhalden/Fluorn-Winzeln. Völlig unerwartet ist der gewählte Vorsitzende des gemeinsamen Ausschusses der Seelsorgeeinheit und Mitglied des Kirchengemeinderates in Aichhalden, Karl Weißer, am Dienstag mit 66 Jahren in Stuttgart verstorben.

Die Nachricht vom Tod Karl Weißers bestürzt viele Menschen in den Gemeinden der Seelsorgeeinheit Aichhalden, schreibt Pfarrer Chri­stian Albrecht. 19 Jahre lang war Weißer Mitglied im Kirchengemeinderat seines Heimat- und Geburtsortes Aichhalden. Gerade war er wieder für fünf Jahre in das Gremium gewählt worden.

Als Kirchengemeinderat und zeitweise zweiter Vorsitzender lag ihm das Leben der Gemeinde sehr am Herzen. Deshalb war er in vielen Gruppen und Gremien, auch jenseits der Arbeit als Ratsmitglied, aktiv. Sein musikalisches Talent brachte er bei vielen Gottesdiensten und Feiern ein, nutzte die Kontakte zu den regionalen Musikschulen und heuerte gerne auch junge Musiker für die Gestaltung von Festen an. Selbst brachte er sich in die Musikgruppe "Kreuz & Quer" ein. Er war bis zuletzt Koordinator für den Dienst der Kantoren in den Gemeinden und sang selbstverständlich auch in Aichhalden.

Bei den Gemeindefesten führte er gekonnt durchs Programm. Als Lektor lieh er seine Stimme dem Wort Gottes. Viele Kreuzwegandachten und experimentelle, gottesdienstliche Feiern erdachte er mit und stand ihnen in den vergangenen Jahren vor.

Seit zehn Jahren war er zusammen mit Pfarrer Albrecht Vorsitzender des wichtigsten Gremiums in der Seelsorgeeinheit, des gemeinsamen Ausschusses. Weißers breites gesellschaftspolitisches und theologisches Wissen, das er stets aktualisierte, prägte die Entwicklung von unzähligen Projekten, die die Gemeinden vor Ort näher zusammenbrachten.

Versiert waren seine Beiträge zu Sitzungen, er leitete diese zielgerichtet, und er war für Pfarrer Christian Albrecht eine unverzichtbare Stütze bei der inhaltlichen Führung der Kirche vor Ort. Seine stets wertschätzende, konstruktiv-kritische Art brachte die jeweiligen Themen ergebnisorientiert voran.

Die Digitalisierung der kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit war ihm wichtig. Sein tiefer Glaube war in vielen Gesprächen Leitlinie und Prüfstein für Entscheidungen. Seine Ehrlichkeit, seine klare Haltung und sein Humor sind unvergessen. Mit seinen Kindern, seiner großen Familie und mit seiner Lebenspartnerin, trauern die Menschen in der Seelsorgeeinheit.

Da die meisten seiner Angehörigen im Großraum Stuttgart leben, wird er dort in der Karwoche im kleinsten Kreis auf dem Friedhof in Botnang durch Pfarrer Albrecht beigesetzt.

Ein Requiem in Aichhalden wird, nach dem Ende der aktuellen Versammlungsverbote, zu einem späteren Zeitpunkt gefeiert.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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