Feuerwehr: Gemeinde kalkuliert Kosten

Fluorn-Winzeln (bos). Das Thema liegt schon länger auf dem Schreibtisch, jetzt macht die Gemeinde einen Knopf dran: Mit dem Beschluss von Dienstagabend hat auch Fluorn-Winzeln eine Feuerwehr-Kostenersatz-Satzung, die den aktuellen Vorschriften entspricht.

"Die Kostenersätze waren nie kalkuliert, wir hatten bisher keine Satzung", erklärt Kämmerin Monika Schiem dem Gemeinderat. Bei Einsätzen wurde den Verursachern zwölf Euro pro Mannstunde und ein Betrag für Fahrzeugkilometer in Rechnung gestellt. Die Ansätze, die in die Anlage der neuen Satzung, die der Mustersatzung des Gemeindetags entspreche, aufgenommen sind, ließen sich demnach gut erheben. Auf der Modelltafel, die in der neuen Verordnung verschiedene Fahrzeugtypen ausweist und mit pauschalierten Kostensätzen hinterlegt, konnten alle bei der Feuerwehr in Fluorn-Winzeln vorhandenen Fahrzeuge gefunden, beziehungsweise vergleichbare Typen als Grundlage herangezogen werden.

Begleitet wurde der Prozess von einem Fachbüro, das der Gemeinde und der Feuerwehr gute Noten ausstellte: "Das Büro war sehr überrascht, wie wenig Kostenersätze die Gemeinde hat", so Schiem. Für deren Einsatz gelten übrigens auch neue Sätze. Das Büro errechnete eine Höchstgrenze von 15,37 Euro pro Einsatzstunde. Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag der Verwaltung, den Kostenersatz auf 15 Euro festzuschreiben.

Dass man sich auf die Wehr verlassen kann, machte Bürgermeister Bernhard Tjaden anschließend in anderem Zusammenhang klar, als er auf den Brand des Blocherhofs zurückblickte. In den Dank an Feuerwehr und Rotes Kreuz bezog er auch ein Kompliment an die Mitarbeiter in Verwaltung und Bauhof. Dieser habe sofort die Flächen am Kindergarten abgesucht und verrußte Teile entfernt. Inzwischen ist auch der komplette Sand im Sandkasten ausgetauscht. "Alles hat reibungslos funktioniert, obwohl die Rahmenbedingungen auch für die Feuerwehr schwierig waren".

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