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Fluorn-Winzeln Engagement für Tod mit Würde ausgezeichnet

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Thomas Mayer, Minister Peter Hauk, Sandra Kopf und Klaus-Jürgen Marek, Vorsitzender des Tierschutzvereins Oberndorf, (von links) bei der PreisverleihungFoto: Ministerium Foto: Schwarzwälder Bote

Fluorn-Winzeln (cel). Mit dem Tierschutzpreis des Landes Baden-Württemberg wurde Sandra Kopf aus Fluorn-Winzeln gemeinsam mit ihrem Mitstreiter Thomas Mayer aus Kandern ausgezeichnet.

Bei der Preisverleihung in Stuttgart sagte Minister Peter Hauk: "Mit dem Tierschutzpreis zeichnen wir engagierte Bürger des Landes aus, die sich vorbildlich ­und nachhaltig zum Wohl der ­Tiere einsetzen." Der Tierschutzgedanke sei fest in der Gesellschaft verankert und genieße im Land einen hohen Stellenwert.

Sandra Kopf hat gemeinsam mit Thomas Mayer die Projektgruppe "IG Schlachtung mit Achtung" gegründet. Ziel des Projekts ist es, zur Schlachtung anstehenden Rindern aus jeglicher Haltungsform einen Tod ohne Angst zu ermöglichen. Den Tieren soll ein Tod mit Würde, ohne Separation von der Herde, in ihrer gewohnten Umgebung, ohne Manipulation und vor allem ohne Transportstress ermöglicht werden. Hierzu wurde mit viel technischem Aufwand eine Mobile Schlacht-Einheit (MSE) entwickelt. Der Einsatz der MSE und der Schlachtablauf sollen für den Verbraucher gläsern sein. Jede Schlachtsequenz wird per Videoaufzeichnung festgehalten, um den tierschutzgerechten Umgang mit den Tieren zu dokumentieren. Das zum Schlachten ausgewählte, vom Landwirt in einer der Fangeinheit ähnlichen Attrappe angefütterte Tier, fängt sich selbsttätig ohne jegliches Eingreifen oder Manipulation durch den Menschen in der dann aktiven Fangeinheit der MSE. Das Tier ist damit sicher am Kopf fixiert und wird anschließend direkt per Bolzenschuss betäubt. "Für die Entwicklung und Umsetzung der Schlachteinheit mit dem Ziel, hofnahe Schlachtungen für möglichst viele Rinder – unabhängig von ihrer Haltungsform zu ermöglichen – haben sich Thomas Mayer und San­dra Kopf mit ihrer Projektgruppe über die Jahre in ­herausragender Weise eingesetzt", heißt es in der Begründung zur Preisvergabe.

Diese arbeits- und zeitintensive, ehrenamtliche Aufgabe habe großes Durchhaltevermögen, Kraft, Investitionen und Energie gefordert. Die MSE ist seit September 2018 im Einsatz. Die 50-jährige Bürokauffrau Sandra Kopf hat sich seit langem dem Tierschutz verschrieben. Sie habe schon in jungen Jahren auf den Höfen ihrer Heimatgemeinde gesehen, welchen Stress der Transport zum Schlachthaus für die Tiere bedeute. Auch im Oberndorfer Tierschutzverein wird sie als engagiertes Mitglied geschätzt. Dessen Vorsitzender Jürgen Marek reiste deshalb eigens zur Preisverleihung nach Stuttgart und überraschte Sandra Kopf mit einem Blumenstrauß.

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