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Fluorn-Winzeln Durststrecke für die Fluorner ist vorbei

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Florian und Joana Ardelean und ihre Kinder haben in Fluorn ein neues Zuhause gefunden. Foto: Weber Foto: Schwarzwälder-Bote

Fluorn-Winzeln. Fluorn hat wieder eine Gaststätte. Mit der Wiedereröffnung des Gasthauses Hirsch kann der Ortsteil nach einer Durststrecke nun wieder aufatmen. Der "Hirsch" ist eine traditionsreiche Gastwirtschaft, die schon Ende des 19. Jahrhunderts erwähnt wird. Eine Schnapsbrennerei sowie eine Brauerei wurden damals zusätzlich betrieben.

Nach dem Tod der letzten Besitzerin des Gasthauses, Zita Kräusle, stand das Haus einige Zeit leer. Dann waren plötzlich Aktivitäten um das Gebäude herum zu sehen – von den Fluornern aufmerksam verfolgt. Eine rege Bautätigkeit setzte ein, und jetzt war es so weit: Vor kurzem wurde der Gasthof wieder eröffnet.

Besitzer ist Florian Ardelean, der ebenso wie seine Frau Joana aus Rumänien kommt. Im November 2014 erwarb das Paar das Gebäude. Ardelean hatte zuvor in Oberschwaben eine Firma für Trockenausbau.

Die Tochter Luiza geht in Fluorn zur Schule, Beatrice und Cristian besuchen den Kindergarten. Mit den Nachbarn besteht ein sehr gutes Verhältnis. Von Anfang an hatte man keine Berührungsängste.

Eine schöne Gartenwirtschaft wurde im Heimbachtal angelegt, gleich neben der alten Brücke mit ihren beiden Steinbögen

Am Eröffnungstag war die Sonne willkommener Gast und zahlreiche Fluorner ließen es sich nicht nehmen, es ihr gleich zu tun. Natürlich klappte zu Beginn nicht alles wie am Schnürchen, aber man muss den Wirtsleuten zugestehen, dass sie sich erst mal einarbeiten müssen, zumal sie Neulinge in dieser Branche sind. Inzwischen hat sich die Sache besser eingespielt. Auch auswärtige Gäste kommen gern, vor allem Radfahrergruppen, die an dem idyllischen Ort eine Rast einlegen.

Für Familien mit Kindern ist es ein idealer Platz. Weg von allem Straßenverkehr, mit viel freier Fläche zum Spielen – und die Kinder der Wirtsleute sind gleich mit dabei, bieten ihren Traktor und andere Spielgeräte an. Kätzchen Mini ist das Maskottchen.

Für Joana Ardelean war es die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches, eine Gaststätte zu betreiben. Ihre gefüllten Paprika mit einer pikanten Tomatensoße sind ihr Markenzeichen. Das Rezept stammt noch von ihrer Mutter, aus deren Fundus sicherlich noch andere Gerichte in Fluorn Einzug halten werden.

Der Gastraum im Inneren ist jetzt auch fertig gestellt, sodass bei jedem Wetter ein Besuch möglich ist. Die Kegelbahn wird zurzeit ausgebaut und modernisiert, sie kann in Kürze belegt werden.

Für die Fluorner, die wie mancherorts vom Sterben der Gasthäuser betroffen sind, ist es eine große Chance, wieder ein Lokal im Ort zu haben. Sie werden es durch regen Besuch zu schätzen wissen.

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