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Fluorn-Winzeln "Ausgezeichnete" Blasmusik erklingt

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Der Musikverein Harmonie Winzeln begeistert sein Publikum. Foto: Hezel Foto: Schwarzwälder Bote

Traditionell lädt der Musikverein Harmonie Winzeln am ersten Weihnachtsfeiertag zum Weihnachtskonzert ein – ein Hochgenuss anspruchsvoller Blasmusik für die Zuhörer und der Höhepunkt der musikalischen Arbeit für die Akteure.

Fluorn-Winzeln. Nach der Begrüßung durch Vorsitzenden Carsten Schmid machte das gemeinsame Vororchester Fluorn-Winzeln unter der Leitung von Michaela Gerster den Auftakt mit dem Titel "Cheerleader" im Arrangement von Ivo Kouwenhoven. Das markante Trompetensolo wurde dabei in gekonnter Weise von Liam Maier übernommen.

Cosima Schmid, die sowohl beim Vororchester, als auch bei der Jugendkapelle die Moderation übernahm, leitete informativ zum nächsten Stück über: "Summer Nights", arrangiert von Johnnie Vinson, das mit seinen fetzigen Rhythmen den Eindruck einer lauen Sommernacht in die Halle brachte.

Zum Abschluss ihres Konzertteils spielten die Jungmusiker "The final Countdown" der schwedischen Band Europe, ebenfalls in einem Arrangement von Johnnie Vinson. Das Publikum zeigte sich begeistert über das Können und die Spielfreude der jüngsten Vereinsmitglieder der beiden örtlichen Musikvereine und forderte nachdrücklich eine Zugabe. Mit dem Stück "Das junge Weihnachtskonzert" verabschiedete sich das Vororchester und gab die Bühne frei für die Musiker der gemeinsamen Jugendkapelle Fluorn-Winzeln.

Unter der Leitung von Elias Zuckschwert hatte die Jugendkapelle ein anspruchsvolles Konzertprogramm vorbereitet. "Seagate Overture" von James Swearingen ist eine monumentale Ouvertüre, die zuerst ruhig beginnt, dann aber mit schnellen Rhythmen in ein enthusiastisches Finale mündete. Auch zum nächsten Stück gab es von Ansagerin Cosima Schmid wieder erläuternde Informationen: "Schmelzende Riesen" von Armin Kofler handelt von einem aktuellen und omnipräsenten Thema – dem Klimawandel. Mit kontrastreichen Melodien und eindrücklichen Klangfarben zeichnete das Jugendorchester ein eindrucksvolles musikalisches Bild von den schmelzenden Gletschern in den Alpen, einer Schlittenhund-Reise über die polaren Eisflächen und von der Hoffnung, die drastischen Veränderungen doch noch in eine bessere Zukunft wenden zu können.

"A klezmer Karnival" von Philip Sparke verbindet in unterhaltsamer Weise verschiedene Elemente der Klezmermusik. Hier konnte die Jugendkapelle eindrucksvoll unter Beweis stellen, das auch die schnellen und ungewohnten Passagen dieser Stilrichtung kein Problem für das Orchester darstellen. Mit dem "Music from Aladdin" im Arrangement von Johnnie Vinson folgte noch ein kleiner Abstecher in die Filmmusik. Als Zugabe spielte das gemeinsame Jugendorchester schließlich den Konzertmarsch "Hermes" von Hayato Hirose und läutete damit die Pause ein.

"Concerto N.1 for Marimba" ein Höhepunkt des Abends

Nach der Pause kamen die rund 90 Musiker der Hauptkapelle, ebenfalls unter der Leitung von Elias Zuckschwert, auf die Bühne. Zuckschwert, der neben dem Dirigat auch die Moderation übernahm, hatte das Konzertprogramm unter den Titel "Ausgezeichnet" gestellt. Neben einem ausgezeichneten Solisten sollten auch ausgezeichnete Komponisten und Werke den Abend bestimmen. Und so entstammte das Eröffnungsstück "Concert Prelude" der Feder eines der renommiertesten Komponisten für Blasorchester weltweit: Philip Sparke gewann zahlreiche Preise und schuf mit diesem Werk ein für ihn typisches Konstrukt aus melodischen und eingängigen Themen, kombiniert mit pfiffigen Rhythmen.

"Concerto N.1 for Marimba" des brasilianischen Komponisten Ney Rosauro, war wohl einer der Höhepunkte des Konzertabends. Dieses viersätzige Solo für Marimbafon und Orchester wurde gespielt von Pascal Schmid. Der gerade einmal 17-Jährige hat sich bereits eine beeindruckende Karriere als Schlagzeuger aufgebaut, konnte er doch schon mehrfach auf Bundesebene beim Wettbewerb "Jugend musiziert" Preise gewinnen. Schmid spielt in mehreren hochkarätigen Auswahlorchestern wie dem Landesjugendorchester und dem Landesjugend-Percussion-Ensemble Baden-Württemberg. Und auch mit dem Solowerk begeisterte er das Publikum. Knapp 20 Minuten lang spielte er schwierigste Passagen, die er in monatelanger Vorarbeit einstudiert und bei den gemeinsamen Proben mit dem Orchester perfekt auf die Begleitung abgestimmt hatte. Diese überwältigende Performance wurde vom Publikum mit großem Applaus gewürdigt, und schließlich musste Pascal noch eine Zugabe zum Besten geben. Nach diesem eindrucksvollen Stück folgte direkt das

Es folgte das nächste Highlight: "La Quintessenza" des niederländischen Komponisten Johan de Meij. De Meij, der Posaune und Dirigat studiert hat, ist für viele preisgekrönte Werke verantwortlich. "La Quintessenza" – auf deutsch "Das Wesentliche" – ist ein Stück, dessen Hauptgedanke ein lediglich fünftöniges Motiv bildet.

Dieses Motiv wurde aber in zahlreichen Variationen verarbeitet, und so entstand ein abwechslungsreiches und schwieriges Stück, mit dem der Musikverein nächstes Jahr zum ersten Mal in der Kategorie "Höchststufe" bei einem Wertungsspiel antreten will. Schon bei dieser Vorabpremiere vor heimischem Publikum konnte der Musikverein überzeugen und kann so dem Wertungsspiel optimistisch entgegenblicken.

Der letzte Programmpunkt des Hauptorchesters war schließlich "Children of Sanchez" von Naohiro Iwai – ein Ausschnitt aus der Musik des gleichnamigen Films. Hier konnten die Musiker mit vielen Solopassagen überzeugen.

Nächstes Konzert in der Winzelner Halle ist erst 2021 möglich

Bürgermeister Bernhard Tjaden ergriff spontan das Wort und wies darauf hin, dass die Gemeinde 2020 die lang anstehende Sanierung der Winzler Halle in Angriff nehmen werde und so erst das Konzert 2021 wieder in Winzeln stattfinden kann. Es werde aber eine Alternativlocation geben, so dass auch 2020 wieder ein Weihnachtskonzert stattfinden könne.

Das begeisterte Publikum forderte jedoch auch vom Hauptorchester eine Zugabe, und so dirigierte Elias Zuckschwert den Marsch "Wind for Winds" von Shin‘ya Takahashi. Mit "Sweet Bells Fantasy" von Martin Scharnagl, in dem das bekannte Adventslied "Süßer die Glocken nie klingen" in verschiedenen Variationen verarbeitet wird, verabschiedete sich der Musikverein Winzeln von seinem Publikum.

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