Für die Schule Winzeln als Schule sind die letzten Wochen angebrochen. Ein in der Gemeinde kursierendes Flugblatt zitiert zum Thema Schulstandort aus Bernhard Tjadens Wahlprospekt, zu dem der Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung Stellung bezogen hat. Foto: Schnekenburger

Bernhard Tjaden erklärt sich in öffentlicher Sitzung zum indirekten Vorwurf des Versprechensbruchs.

Fluorn-Winzeln - Zu einer Erklärung in eigener Sache sah sich Bürgermeister Bernhard Tjaden veranlasst. In der Gemeinderatssitzung nahm er Stellung zu einem in der Gemeinde kursierenden anonymes Flugblatt mit der Überschrift "Wahlversprechen 2014".

Nachdem in vielen Haushalten ein Flyer eingeworfen wurde, der neben dem Porträtfoto des Bürgermeisters Auszüge zum Thema Schulstandort aus dem Wahlprospekt für die Bürgermeistermeisterwahl 2014 aufführt, und der "Verwirrung stiftet", stellte Tjaden seine Sicht der Dinge dar. Die Zielrichtung des Flugblatts sieht Tjaden mit Blick auf den Titel in der Beschuldigung des Bürgermeisters, ein Versprechen gebrochen zu haben.

Tatsächlich zitiert das Flugblatt Tjaden aus dem Prospekt wie folgt: "Nach dem unweigerlichen Verlust der Hauptschule wollen wir zumindest den Fortbestand beider Grundschulstandorte sichern, indem die Klassen eins und zwei ab 2015/16 in Winzeln, die Klassen drei und vier in Fluorn unterrichtet werden." Diese sei keine Bestandsgarantie, sondern eine "Willenserklärung, die unter den damals gegebenen Umständen geäußert wurde und damals richtig war", stellt Tjaden fest. Heute ist klar, dass im ablaufenden Schuljahr tatsächlich die zitierte Lösung umgesetzt wird – aber auch, dass sich der Fortbestand beider Standorte, wie im Prospekt noch als Perspektive dargestellt, mit dem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss vom 19. Mai zerschlagen hat.

Tjaden führte in seiner Erklärung auch kurz die Gründe an. So gebe es eine neue Schulleitung, die sich für eine Zusammenlegung eingesetzt habe, Eltern, die immer mehr Betreuung auch am Nachmittag forderten. Das gehe nur an einem Standort. Außerdem habe man einen neuen Gemeinderat. Dieser unterstütze den Ausbau der Betreuung und wolle die Schule zukunftsfähig machen. Das wiederum gehe nur durch Konzentration der Kräfte. Deshalb habe der Gemeinderat die Zusammenlegung beschlossen. Das Festhalten an einer Auffassung, obwohl sich wesentliche Rahmenbedingungen änderten, könne nicht verlangt werden, schloss Tjaden seine Erklärung.

Dann folgte ein kurzer Bericht über die Verkehrsschau zur Verbesserung der Situation an den Bushaltestellen, die man anstrebe, und zwar in Form von Buswartehäuschen und möglicherweise mehr Fläche, obwohl auch nach der Verkehrsschau, bei der ja Vertreter von Polizei, Landratsamt und den Busunternehmen beteiligt sind, eine Notwendigkeit nicht bestehe.

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