Das Innere der Schlossparkhalle Foto: Schnurr

Geislingen hofft auf Angebote privater Wohnungen für die Unterbringung weiterer Flüchtlinge. Die städtischen Turnhallen sollen für Schulen und Vereine offen bleiben.

Geislingen - Die Unterbringung weiterer Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine flüchten, beschäftigt auch das kleine Geislingen. Derzeit sind in der Stadt 56 Flüchtlinge und Asylsuchende untergebracht, 42 davon aus der Ukraine.

Doch es dürften noch mehr werden: Der sogenannte "Königsteiner Schlüssel" regelt unter anderem, wie Flüchtlinge auf die Bundesländer verteilt werden, bis hinunter auf einzelne Gemeinden. Geislingen, erläuterte Hauptamtsleiter Christian Volk jüngst im Gemeinderat, müsste aufgrund seiner Einwohnertahl 77 Personen aufnehmen – also noch 35 weitere.

Weiterer Raumbedarf

Die Stadt müsse daher weitere Räume akquirieren, um die zu erwartenden Menschen unterbringen zu können. Viele seien bisher schon in privaten Wohnungen untergekommen, sagte Volk. Die Geislinger zeigten große Unterstützung.

Der Kämmerer Oliver Juriatti ergänzte: Zehn bis zwölf weitere Flüchtlinge könnten sofort in städtischen Gebäuden Wohnraum erhalten. Weitere 20 Plätze würden in gemieteten Wohnungen vorbereitet.

Hallen als Notlösung?

Aber das reiche leider noch nicht aus, fürchtet Juriatti. Bedrohlich steht auch in Geislingen die Möglichkeit im Raum, dass notfalls Sporthallen verwendet werden müssen, um provisorische Unterkünfte zu schaffen.

Das wolle man möglichst vermeiden, sagte Bürgermeister Oliver Schmid. Er rechnet fest damit, dass weitere Busse mit Ukrainern kommen werden: "Wir bereiten uns vor. Aber wir wollen keine Unterbringung in Hallen. Das bedeutet Einschränkungen des Schulsports und der Vereine." Damit Schulen und Vereine diese Gebäude weiterhin nutzen können, hofft die Stadtverwaltung darauf, dass weitere Bürger Wohnungen zur Miete zur Verfügung stellen können.

Schloss bleibt im Gespräch

Auch das Schloss ist weiter im Gespräch. Falsch ist jedoch auch, was in "social media" verbreitet wird: Kein Verein musste wegen dieser möglichen Verwendung Räume darin aufgeben oder wird das noch müssen.