Grenzkontrollen in Ungarn Foto: dpa

Ungarn schließt die letzte Lücke in seinem Grenzzaun zu Serbien. Dutzende Polizisten blockierten die Eisenbahntrasse bei Röszke, dem wichtigsten Übergang für Flüchtlinge auf der Balkanroute in das EU-Mitgliedsland.

Röszke - Die ungarischen Polizisten schickten Ankömmlinge zu einem Grenzübergang zwei Kilometer westlich von den Schienen. Zudem soll der Grenzübergang an der Bahnlinie durch einen mit scharfem Klingendraht bestückten Container dicht gemacht werden.

Die Polizei stellte die Barriere am Montag vor, mit der ab Mitternacht die Außengrenze gegen ankommende Flüchtlinge abgeschottet werden soll. Der Container kann verschoben werden, um Zügen die Durchfahrt zu erlauben.

Ab Dienstag sollen Flüchtlinge nur noch über einen von der Polizei überwachten Übergang an einer Straße ins Land kommen können, wie die Regierung mitteilte. Wer den illegalen Übertritt durch den Zaun versucht, kann ab Dienstag wegen einer Straftat verfolgt und zu Gefängnis verurteilt oder nach Serbien deportiert werden.

Die Grenze zwischen Ungarn und Serbien ist zugleich die Außengrenze der Europäischen Union. Die Außengrenzen sollen nach dem Schengen-Abkommen gesichert werden, dafür herrscht an den Binnengrenzen der EU normalerweise freie Fahrt. Wegen der Flüchtlingskrise haben Deutschland, Österreich und die Slowakei nun aber auch wieder an ihren Grenzen Kontrollen eingerichtet.

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