Deißlingen will in der Mehrzweckhalle eine Notunterkunft für Flüchtlinge aus der Ukraine einrichten. Foto: Brandt/dpa

Anfragen und Anregungen der Gemeinderäte standen auch auf der Agenda des Deißlinger Gemeinderats. Dabei ging es auch um die Frage, wie Flüchtlinge aus der Ukraine in Deißlingen untergebracht werden können.

Deißlingen - Bruno Bantle (SPD) wollte zunächst wissen, was an der Böschung beim Bauhof passiert ist und warum. Dort sei radikal abgeholzt worden – zum Entsetzen vieler Deißlinger Bürger, so Bantle. Ortsbaumeister Rainer Braun entgegnete, dass dies im Rahmen der Abschnittspflege am Neckar erfolgt sei und ja, es sei viel weggeschnitten worden.

Es handle sich um Pflegeschnitte. "Ich sehe hier jedoch kein rigoroses Verhalten unsererseits", meinte Braun. Man werde sich, so Bürgermeister Ralf Ulbrich, mit dem Umweltamt in Verbindung setzen, damit Richtlinien erstellt werden, die die Pflege vielleicht erleichtern werden.

Tobias Vierkötter (SPD) sprach die Verkehrsschau mit Polizei und Landratsamt in Lauffen an. Er bat die Verwaltung, die Ergebnisse zur veröffentlichen, sobald diese vorliegen.

Ehrenamtlich Helfer gesucht

Karin Schmeh (CDU) sprach die Wohnsituation für die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine an. Bürgermeister Ralf Ulbrich sagte, dass im letzten Anzeiger ein Aufruf an die Deißlinger erfolgt sei, mit der Bitte, wenn Unterbringungsmöglichkeiten an Ukraine-Flüchtlingen angeboten werden können, dies bei der Gemeindeverwaltung zu melden. Viele Bürger hätten sich daraufhin bereits gemeldet. Wie viele Menschen letztendlich nach Deißlingen und Lauffen kommen werden, sei noch nicht klar. Klar ist, dass nächste oder übernächste Woche die Verteilung im Landkreis Rottweil erfolgen werde. "Wir hoffen, dass wir die Herausforderung und Arbeit bewältigen können", so der Schultes. Dazu werden auch wieder etliche, ehrenamtliche Helfer benötigt. 

Anja Stumpf (SPD) wollte geklärt haben, wie es bei den Schulen und Kindergärten mit zusätzlichen Kapazitäten aussehe. Dazu der Bürgermeister: Sollte die Gruppenzahl in den Kindergärten nicht ausreichen ("noch haben wir etwas Luft") könne laut Landesregierung die Gruppenstärke erhöht werden. In den Schule werde dann die Anzahl der Kinder in den einzelnen Klassen ebenso erhöht. Somit sei gewährleistet, dass die Kriegsflüchtlinge ihre Kinder in die Schule oder in den Kindergarten geben können.

Siegfried Vosseler (DUL) wollte wissen, ob man auf Grund der speziellen Gefahrensituation die Sirenen auf den Dächer von den Rathäusern wieder aktiviere. Davon wollte Ralf Ulbrich nichts wissen: "Ich halt nichts von purem Aktionismus". Seine Begründung lieferte Ulbrich denn auch gleich nach. Viele Das wäre dann wieder Aufgabe des Zivilschutzes.

Ralf Ulbrich berichtete dann auch noch, dass er einen Termin mit einem Sirenenhersteller habe. Dabei handle es sich um ein System neuester Art, das auch sprachliche Warnnachrichten verbreiten könne, und zwar auf Autos montiert. Dabei stellte der Schultes klar, dass diese Fahrzeuge keine der Feuerwehr sein werden, sondern des Bauhofes. Aus seiner Sicht werden die alten Sirenen nicht mehr montiert.