Ob Deutschkurse, Schreibstube oder Patenschaften – der Arbeitskreis Asyl sucht weiterhin Mitstreiter. Wie wichtig seine Aufgaben sind, wird im Gespräch klar.
Im Arbeitskreis Asyl der christlichen Kirchen (ACK) ist ehrenamtliches Engagement in vielfältigster Weise möglich. Wer sich einbringen möchte, ist willkommen.
Die städtische Leiterin für Deutsch und Integration Catherine Müller ist stets interessiert an Dozierenden, welche Interesse daran haben, Deutsch zu unterrichten. Optimalerweise besitzen sie bereits Lehrerfahrung. Aber auch alle anderen empfängt sie bei entsprechender Eignung mit offenen Armen.
Derzeit laufen 19 Deutsch-Kurse, darunter befinden sich drei Alphabetisierungskurse.
Ohne Ehrenamt keine Chance
Eines der Leuchtturmprojekte bleibt die Schreibstube, deren Kerninhalt die „Hilfe zur Selbsthilfe“ für Asylbewerber bei bürokratischen Angelegenheiten darstellt. Zu ihr zählen unter anderem die Beratung, die Bearbeitung von Anträgen oder die Vermittlung an die richtigen Dienststellen.
Ohne die Unterstützung von zehn ehrenamtlich tätigen Personen wäre es nicht möglich die Schreibstube fortzuführen. AK-Asyl Co-Leiter Hans-Ulrich Hofmann informierte, dass im Fall der Unvereinbarkeit von Integrationskursen und Teilnehmenden die in Schichtarbeit tätig sind die Möglichkeit zur Teilnahme an Online-Kursen besteht.
„Das Frauenprojekt und die Integration vor Ort aus finanziellen Gründen auslaufen zu lassen wäre eine Katastrophe“, berichtete Sara Löhe, die in der Diakonie für die „Integration vor Ort und das Projekt Starke Frauen durch Empowerment“ zuständig ist. Sie berichtete von einem niederschwelligen Bildungsauftrag, die den Frauen unterschiedlichster Kulturen und Nationalitäten das gegenseitige Kennenlernen erleichtern und den Kulturraum öffnen soll.
Kooperation mit Musikschule startet
Und: „Wir beabsichtigen montags die Musik und Kultur im Muslenzentrum wieder zu beleben“, berichtete Löhe in diesem Bereich von einer beginnenden Kooperation mit der Musikschule Trossingen. Dennoch lud sie alle Künstler ein, die sich vorstellen können, einen Nachmittag im Muslenzentrum mit einem Auftritt zu bereichern.
Die diakonische Flüchtlingsbeauftragte Andrea Thies berichtete von zahlreichen ehrenamtlichen Patenschaften, in denen Einheimische die Asylsuchenden unterstützen, sich einzuleben. In der Folge entstanden bereits zahlreiche Freundschaften.
Daniel Katschmar, der in den Gemeinschaftsunterkünften für die Flüchtlingssozialarbeit zuständig ist, berichtete von der Betreuung von aktuell 148 Bewohnern in der Sturmbühlstraße und fünf bis sieben Familien in der Alleenstraße. AK Asyl Mitglied und Fachanwalt Migrationsrecht Oskar Hahn berichtete davon im Moment hauptsächlich damit beschäftigt zu sein Asylverfahren zu bearbeiten. Inzwischen seien Klageverfahren deren Verfahren früher bis zu einem Jahr dauerte in drei Monaten abgeschlossen. „Je besser es einem Land geht, umso schneller werden die Asylsuchenden wieder zurückgewiesen“, nannte Hahn die Asylsuchenden aus der Türkei oder afghanische Männer als Beispiele.
Dankeschön in Fest-Form
Dienststellenleiterin Angela Kreutter lud alle ehrenamtlichen Personen ein, sich für das am 8. Juli im Garten der Friedenskirche stattfindende Sommerfest anzumelden. Die von den Lions-Clubs in Villingen und Schwenningen gesponserte Veranstaltung soll als kleine Anerkennung für das Engagement auch die Gemeinschaft und die Begegnung der Ehrenamtlichen untereinander fördern.
Infos und Anmeldungen für eine ehrenamtliche Tätigkeit gibt es unter Telefon 07720/30 13 52 oder per E-Mail: schwenningen@diakonie.ekiba.de.