Die Flüchtlingsunterkunft in der Schwenninger Alleenstraße leert sich.
Wie Daniel Springmann vom Landratsamt mitteilte, ziehen die Bewohner Zug um Zug in die neue Unterkunft beim Schwenninger Neckarbad um.
Vor zwei Jahren hatte der Kreistag Schwarzwald-Baar beschlossen, die leerstehende Gewerbeimmobilie in der Lupfenstraße und einen Parkplatz in der Neuffenstraße zu kaufen. Zwischenzeitlich wurde das Gebäude saniert und für die Unterbringung von Flüchtlingen hergerichtet.
Der Kaufpreis betrug im sanierten Zustand 2,19 Millionen Euro, dafür hat der Landkreis nun aber auch ein eigenes – durch einen Aufzug erschlossenes, behindertengerechtes Gebäude zur Flüchtlingsunterbringung.
Für 100 Personen
Daniel Springmann vom Sozialamt des Landkreises berichtete im Kreistag, dass das sechsstöckige Haus eine Kapazität von 100 Personen habe – also in der gleichen Größenordnung wie die langjährige Flüchtlingsunterkunft in der Alleenstraße am Rande der Schwenninger Innenstadt. Im Moment leben 55 Personen in dem Gebäude. Die Gemeinschaftsunterkunft Alleenstraße wird nach dem Umzug geschlossen.
Das neue Gebäude im Schwenninger Gewerbegebiet bietet im Außenbereich ein kleines Spielgelände für Kinder mit Fußballtor und Basketballkörben. Innen ist es ähnlich strukturiert wie die anderen Gemeinschaftsunterkünfte des Kreises, etwa jene in Bad Dürrheim beim Kurstift. Neben den Zweibettzimmern und Sanitäranlagen gibt es einen Unterrichtsraum und einen Freizeitraum mit Tischtennis und Tischfußball.
Personell ausgestattet ist die Unterkunft mit einer Sozialbetreuung, einem Hausmeister und einem Heimleiter.
Der Landkreis betreibt neun Gemeinschaftsunterkünfte, in ihnen leben die Geflüchteten maximal zwei Jahre, danach werden sie zur Anschlussunterbringung an die 20 Städte und Gemeinden verteilt. Bewohner, die Geld verdienen, müssen für die Unterkunft eine Gebühr an den Landkreis zahlen.