Zur Frage, ob Flüchtlinge in Niedereschach eine „traumhafte Vollversorgung“ genießen, wie im Gemeinderat erwähnt wurde, hat unser Leser Hartmut Lübben folgende Meinung.
„Matthäus 25:40-41 Der König wird ihnen dann antworten: ›Das will ich euch sagen: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder oder für eine meiner geringsten Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan!‹ [...] Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.“
Soviel zu den religiösen und zivilisatorischen Grundlagen unserer Gesellschaft, aus denen sich die Rahmenbedingungen ergeben, wie mit Flüchtlingen und Asylsuchenden umgegangen wird. Hieraus ergibt sich zumindest die humanitäre Pflicht, solchen Menschen eine Grundsicherung zukommen zu lassen. Ob das – wie Gemeinderat Rüdiger Krachenfels und sein Kollege Michael Asal in der vergangenen Sitzung meinten, betonen zu müssen – eine „traumhafte Vollversorgung“ ist, lasse ich dahingestellt.
Hier geht es den Sprechern nicht um eine sachliche Bestimmung, sondern um das Ausbringen eines Kampfbegriffes, der Sozialneid, Missgunst und Stimmungsmache schüren soll.
Die Herren Krachenfels und Asal könnten ja für eine gewisse Zeit ihre Urlaubszeit für einen Einsatz in Syrien opfern und dabei den Dunstkreis unserer christlich-humanistischen Kultur gegen ein ehrlich-hartes Arbeitsleben in den Schuttbergen Syriens eintauschen, um dort zu zeigen, wie am „Deutschen Wesen die Welt genesen“ kann?
Gleichzeitig wäre das ein tatkräftiger Beitrag, die Fluchtursachen in dem geschundenen Land zu verringern.
Hartmut Lübben, Niedereschach-Fischbach Schreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.