In das Containerdorf neben der Dualen Hochschule sollen bis zu 150 Flüchtlinge einziehen. Rechts im Hintergrund ist das Marmorwerk zu sehen. Foto: Ganswind

Im Gemeinderat bestätigte OB Peter Rosenberger (CDU), dass das Containerdorf neben der Dualen Hochschule doch nicht für Ukrainer sein wird.

Horb - Seit Dezember wird das Flüchtlingsdorf aus Containern neben der Dualen Hochschule aufgebaut. Jede Menge Container. Ab spätestens März sollen dort 150 Menschen einziehen. Nach der Bekanntgabe durch die Stadt sagte OB Rosenberger: "Das ist für ukrainische Flüchtlinge. Die sollen hier wohnen, während die Flüchtlinge anderer Nationalität in den Stadionsporthallen wohnen." Mit dem Bau des Containerdorfs will das Rathaus vermeiden, dass weitere Sporthallen für Flüchtlinge geschlossen werden müssen."

Kaum noch ukrainische Flüchtlinge

Jetzt sagt Landkreissprecherin Sabine Eisele: "In den Stadionsporthallen in Horb sind kaum noch ukrainische Flüchtlinge." Im Gemeinderat spricht Silke Wüstholz (FD/FW) das Thema an: "Ist es richtig, dass von den Bewohnern des Containerdorfs, die uns zugeteilt werden, keine ukrainischen Flüchtlinge mehr sein werden?"

Bestätigung des OB

OB Rosenberger bestätigt das: "Es gibt keine Flüchtlinge erster und zweiter Klasse. Bei der Belebung des Containerdorfs wollen wir schon darauf achten, dass die nicht zu sehr durchmischt werden. Uns ist bewusst, dass große Einheiten wie die dortige eine besondere Betreuung brauchen. Ich bin sehr sicher, dass wir gewisse Betreuungsleistungen seitens des Integrationsmanagement brauchen. Wir werden dort nicht ohne weitere hauptamtliche Unterstützung auskommen. Die Security ist leider richtig und wichtig – für innen und für mögliche Vorfälle von außen!"

Bürgermeister Ralph Zimmermann (FDP): "Wir als Kommune sind in der Pflicht, die Anschlussunterbringung der Flüchtlinge zu gewährleisten. Wir können nicht abschätzen, welche Nationalitäten und Kulturen dort untergebracht werden. Das Rathaus ist dabei, gemeinsam mit den Experten vom Landratsamt Konzeptionen zu erstellen, um einen geregelten Betrieb zu ermöglichen."

Containerdorf mit 60 Wohnungen

Dieses Konzept werde zeitnah vorgestellt. Das Containerdorf mit 60 Wohnungen für zwei bis drei Personen kostet insgesamt gut 4 Millionen Euro. Für den Bau gibt es 1,4 Mio. Euro Zuschüsse. Das Gesamtprojekt soll vier Millionen Euro kosten. Die sogenannte Anschlussunterbringung ist nach Gesetzeslage für maximal sechs Monate. Dann sollen die Flüchtlinge in Wohnungen umziehen.