Flüchtlinge am Grenzübergang nach Polen – der Zustrom reißt nicht ab und soll im Herbst sogar noch stärker werden. Foto: Spitz

Es wird eng in den Flüchtlingsunterkünften im Schwarzwald-Baar-Kreis. Weitere Räumlichkeiten werden dringend gesucht.

Schwarzwald-Baar-Kreis - Landauf, landab die gleichen Meldungen: Im Herbst werden spürbar mehr Flüchtlinge erwartet. Der nahende Winter und der anhaltende Krieg in der Ukraine lassen mit einem weiteren Flüchtlingsstrom rechnen. Und das ist schon jetzt spürbar. Schon Ende August hatte der Arbeitskreis Asyl auf Probleme hingewiesen.

Flüchtlinge im Schwarzwald-Baar-Kreis: Schon jetzt wird es eng

Wie die Pressesprecherin des Landratsamtes, Heike Frank, auf Anfrage des Schwarzwälder Boten erklärte, mussten in einigen Gemeinschaftsunterkünften bereits so genannte Notbetten aufgestellt werden, um 170 bis 200 weitere Plätze zu schaffen. Alleine im September sollen 46 Flüchtlinge aus verschiedenen Herkunftsländern und etwa 250 ukrainische Flüchtlinge in den Landkreis kommen. Sie möchte man in den vorhandenen Gemeinschaftsunterkünften unterbringen. "Zudem werden wir die Möglichkeit in Anspruch nehmen, die Zimmer vorübergehend auch enger zu belegen", so Heike Frank.

Unterkünfte für Geflüchtete: Im Notfall geht es in die Hallen

Im äußersten Notfall müsse man jedoch auch die Ausweitung auf Sporthallen in Betracht ziehen. Bisher kommen die Flüchtlinge in folgenden Unterkünften des Landkreises unter: Gemeinschaftsunterkünfte in Villingen-Schwenningen, Donaueschingen, Königsfeld, St. Georgen, Blumberg sowie in Schönwald. In der Anschlussunterbringung sind die Flüchtlinge auf alle 20 Städte und Gemeinden des Landkreises verteilt. 779 Flüchtlinge leben derzeit in den Gemeinschaftsunterkünften, darunter 456 ukrainische Flüchtlinge.