Flüchtlingskinder in der Flüchtlingsnotunterkunft „Patrick-Henry-Village“ in Heidelberg. Foto: dpa

Das geplante Drehkreuz für Flüchtlinge im Südwesten nimmt Formen an. Es soll in Heidelberg in einer ehemaligen US-Wohnsiedlung entstehen. Dort wohnen bereits Flüchtlinge.

Stuttgart/Heidelberg - Die ehemalige US-Wohnsiedlung in Heidelberg soll nach Angaben der „Stuttgarter Nachrichten“ zu einem Drehkreuz für die Erstaufnahme von Flüchtlingen im Südwesten werden. Das Land plane, in dem bereits jetzt als Erstaufnahmeeinrichtung genutzten Gelände Patrick-Henry-Village innerhalb von zehn Tagen alle Verfahrensschritte zu erledigen, die in Landeskompetenz fielen, schreibt die Zeitung. Dazu zählten vor allem die erkennungsdienstliche Erfassung und der Gesundheitscheck. Erst dann sollen die Asylbewerber entweder in andere Erstaufnahmeeinrichtungen oder direkt in die Kommunen verteilt werden, schreibt die Zeitung.

Ein Regierungssprecher äußerte sich am Mittwochmorgen nicht zu diesen Angaben. Er verwies allerdings darauf, dass ein Mitglied des Lenkungskreises der Landesregierung am Nachmittag in einer Sondersitzung des Gemeinderates in Heidelberg Informationen über die weitere Verwendung des Patrick-Henry-Village geben werde. In die Überlegungen des Landes sei der Bund einbezogen. Gerüchte, es gehe um eine Aufstockung für die Unterbringung von bis zu 10.000 Flüchtlingen, wies der Sprecher zurück. „Das ist frei erfunden und hat mit den tatsächlichen Überlegungen nichts zu tun“, sagte er.

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