Einkaufen in Zepfenhan, das ist etwas besonderes: Einmal im Jahr verwandelt sich das idyllische Örtchen in eine Fundgrube.
„Wir waren die ersten weit und breit, die einen Dorfflohmarkt angeboten haben“, erzählen die Zepfenhaner. Eine Idee, die einschlug. „Wir wurden überrannt“. Das Interesse sei so groß gewesen, dass die Kunden, schon bevor es offiziell losging, vor den Scheunen warteten.
Inzwischen sei es etwas ruhiger geworden. „Wir haben auch nicht mehr das große Angebot wie vor fünf Jahren“, heißt es. Scheunen und Dachböden seien zunehmend leer gefegt. „Das ist eben der Unterschied zu normalen Flohmärkten. Bei uns kommt nicht so viel nach.“
Der Spaß bleibe dennoch: „Wir freuen uns über jeden Besuch und den Schwatz dabei“. Und manch einer ist mit dem Geschäft auch nach wie vor richtig zufrieden. Vor allem alte Schallplatten laufen gut.
Schallplatten und Spielsachen ein Renner
Einen Spottpreis verlangt ein Verkäufer für seine Peter Maffay-, Heino- und die Egerländer-Platten. Schmerzt das nicht? „Doch, aber irgendwann muss es halt sein“. Emotional werde es auf dem Flohmarkt immer, sagt ein anderer. Nicht nur für den Verkäufer, auch für den Kunden, der für Erinnerungen aus der Kindheit alles bezahle. „Selbst für Kitsch“.
Beim nächsten Stand läuft der Verkauf richtig gut. Wir sind zum ersten Mal dabei, sagt eine Erzieherin aus dem Kindergarten. Spielsachen sind gefragt. Das bestätigen auch andere. Kindersachen sind der Renner, ebenso wie Dekoartikel jeglicher Art, die guten Absatz finden.