Viel Auswahl gab es beim Flohmarkt vor dem Weltladen Karibuni. Roswitha Kneer hatte ihn organisiert, die Einnahmen fließen den Flutopfern zu. Foto: Kaletta

Helfen, wo es geht. Das hat sich Roswitha Kneer vom Weltladen Karibuni auf die Fahne geschrieben. Nicht nur mit dem Verkauf der Waren in ihren drei Ladengeschäften in der Wandelhalle am Kurpark, sondern auch mit zahlreichen, vielseitigen Aktionen unterstützt sie Projekte für hilfsbedürftige Menschen in Afrika.

Bad Dürrheim - Am vergangenen Samstag lockte ein Flohmarkt viele Besucher an. Die Einnahmen möchte Roswitha Kneer die Opfer des Hochwassers in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen zukommen lassen. Für sie stand es gleich fest, dass da geholfen werden müsse.

"Man muss tun, was man kann. Hinfahren und dort mitanpacken können wir nicht, aber es gibt andere Möglichkeiten um zu helfen", sagte sie und organisierte spontan diesen Flohmarkt.

Gleich zu Beginn sei es gut angelaufen, freute sie sich. Mit ihren Mitarbeitern sortierte sie die Artikel, die von vielen Bürgern gebracht wurden und präsentierte alles übersichtlich auf Tischen und Kleiderständern vor den Verkaufsläden. Bücher, Spielsachen, Geschirr, Deko-Artikel, Haushaltswaren und vieles mehr konnte angeboten werden. Zeit, um alle Artikel mit Preisen auszuzeichnen hatten die Damen natürlich nicht. So überließen sie es den Besuchern den Preis selbst zu bestimmen, soviel, wie diesen die Sachen wert waren.

Manche Besucher spenden einfach so Geld

Mit dabei waren am Nachmittag einige Jugendliche, die selbsthergestelltes Popcorn verkauften. "Darüber habe ich mich sehr gefreut", erzählt Roswitha Kneer. Zuvor sei sie ins Jugendhaus zu Stadtjugendpfleger Christoph Lauer und Jugendhausleiterin Nicole Grieshaber gegangen und angefragt, ob man wieder mal etwas gemeinsam machen könnte. Prompt sei die Zusage für die Zubereitung und den Verkauf von Popcorn gekommen.

Nach sieben Stunden wurde aufgeräumt, einiges sei noch übrig geblieben. Das werde zum nächsten Flohmarkt im August angeboten, dessen Einnahmen für Afrika gedacht sind.

Rund 600 Euro kamen zusammen. Einige Besucher, so erzählten die Damen vom Weltladen, hätten auch einfach nur Geld gespendet, ohne etwas mitzunehmen. Sie versäumte es nicht, allen Spendern zu danken, ebenso ihren helfenden Damen. "Ich habe ein ganz tolles Team. Ohne die Frauen hätte ich das nie geschafft, " freute sie sich.

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