In der Willy-Dieterle-Halle werden am 19. September Kindersachen angeboten. Foto: Nicolay N. Antonov– adobe.stock.com

Nach fast zwei Jahren atmet der Waldkindergarten auf, krempelt die Ärmel hoch und verkündet begeistert: Es kann wieder ein Flohmarkt stattfinden. Am 19. September kann in der Willy-Dieterle-Halle gestöbert werden.

Jettingen - Aufgrund der Pandemie war es lange Zeit für den Trägerverein des Waldkindergartens nicht möglich, seinen beliebten Flohmarkt auszurichten. Diesen gibt es schon ebenso lange wie den Jettinger Waldkindergarten selbst. Eigentlich ein fester Termin für viele (angehende) Eltern, um zweimal im Jahr günstig gut erhaltene Kinder- und Babysachen einkaufen zu gehen. Und für den Trägerverein eine gute Gelegenheit, Einnahmen zu generieren. Denn der Verein finanziert sich ansonsten nur über die Elternbeiträge, Spenden und den Zuschuss der Gemeinde. Neben dem Flohmarkt kommt nur über den Weihnachtsmarkt – der ebenfalls nicht stattfinden konnte – etwas in die Vereinskasse. Die ist daher zwischenzeitlich deutlich leerer geworden, erzählt Katrin Amon-Haag vom Organisations-Team.

Am 19. September geht es wieder los

Entsprechend groß ist nun die Vorfreude auf den 19. September. Wie üblich bieten 100 Verkäufer ihre Artikel an, jeder von ihnen 100 Stück. Die Anbieter melden sich selbstständig im Kassensystem für den Flohmarkt an, legen ihre Artikel online an, drucken Etiketten aus und kennzeichnen damit ihre Waren. Mit dem Abgeben ist der Job aber noch nicht erledigt: Jeder Verkäufer arbeitet noch zweieinhalb Stunden beim Flohmarkt mit. Aktuell werden noch Anmeldungen als Verkäufer angenommen. Das sorgt für eine gewisse Qualität, denn die Verkäufer laden ihre Sachen nicht einfach nur ab, sondern sind auch für die Kunden da. "Nur so können wir das stemmen", weiß Katrin Amon-Haag. Der ganze Verein – gerade mal 40 Elternpaare – ist beim Flohmarkt auf den Beinen. Zusammen mit den Verkäufern, Bekannten, Verwandten und Ehemaligen macht das knapp 200 Helfer.

Die sind auch beim Kuchenbasar im Einsatz, bei dem etwa 40 Kuchen sowie Kaffee, Brezeln und Getränke zum Verkauf stehen. Der Kuchenverkauf wird vor der Willy-Dieterle-Halle stattfinden und ist ohne Anmeldung für jeden zugänglich. Hier gibt es also die Chance, zusammenzukommen und ein wenig Gemeinschaft zu genießen. Alle Speisen sind auch zum Mitnehmen gedacht. Voraussetzung ist die Kontaktnachverfolgung über die Luca-App. Für den Flohmarkt selbst müssen in diesem Jahr wegen der Pandemie Karten gebucht werden. Ab dem 10. September sind diese auf der Webseite des Waldkindergartens unter www.waki-jettingen.de verfügbar. Die Karten sind kostenlos, es geht lediglich um die Steuerung der Besucherzahlen. Vier Zeitfenster können gewählt werden: Von 11 bis 11.45 Uhr können Schwangere einkaufen. Von 12 bis 15 Uhr kann jeder zur vollen Stunde für knapp eine Stunde ein Ticket reservieren. Für die Innenräume gilt zudem 3G, Maskenpflicht sowie die Kontaktnachverfolgung über die Luca-App.

Angeboten wird wie in den Vorjahren eine breite Auswahl an Artikeln, die von Bedarf für Schwangere über Kleidung und Schuhe für Babys und Kleinkinder bis hin zu Spielzeugen und Zubehör wie Kinderhochstühlen reicht. "Alles rund ums Kind", fasst Amon-Haag zusammen. Der Flohmarkt ist sortiert, was bedeutet, dass die Artikel nach Art und Größe geordnet sind, nicht nach Verkäufer.

Dankbar ist der Trägerverein der Gemeinde Jettingen aus. Normalerweise findet der Flohmarkt in der kleineren August-Leucht-Halle statt. Dort hätte der Markt aber aufgrund der Corona-Beschränkungen verkleinert werden müssen, was auch weniger Einnahmen bedeutet hätte – und das bei sowieso angespannter Kassenlage. Also ermöglichte die Gemeinde den Umzug in die Willy-Dieterle-Halle. Allgemein habe Jettingen den Verein während der Pandemie toll unterstützt, freut sich Amon-Haag. "Es ist phänomenal, wie die Zusammenarbeit läuft." Zusammenarbeit schreibt auch Horst Sayer, Hausmeister der Willy-Dieterle-Halle, groß. Dank seiner kreativen Ideen und unkomplizierten Hilfe ist der Umzug in die größere Halle für das Orga-Team eine lösbare Aufgabe geworden.

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