Atemberaubende Aussichten genießen die Segelflieger sehr oft. Doch bis ist soweit ist, gilt es einiges zu lernen. Foto: Sascha Fromm

Flugschüler aus ganz Deutschland sind in dieser Woche zu Gast in Nagold. Sie profitieren bei einem Lehrgang von der Erfahrung des amtierenden Deutschen Meisters Stefan Zistler und seines Vaters Michael.

Was für ein Glück für die fliegenden Studenten in ihren akademischen Fliegergruppen in ganz Deutschland: In diesem Jahr findet der traditionelle Lehrgang im „Tor zum Schwarzwald“ statt. Und als kompetente Ausbilder fungieren der amtierende Deutsche Meister Stefan Zistler zusammen mit Vater Michael als Ausbildungsleiter.

 

Die Einladung des Nagolder Flugsportvereins zur Ausrichtung des traditionellen Kunstflug-Lehrgangs an die Vereinigung „idaflieg“ hat bei den Studenten große Begeisterung hervorgerufen, entsprechend hoch ist die Zahl der Anmeldungen.

Die Schüler profitieren von den langjährigen Ausbildungs- und Wettbewerbserfahrungen von Stefan und Michael Zistler Foto: Zistler

Auf dem Segelfluggelände beim Dürrenhardter Hof werden die komplexen Zusammenhänge des Segelkunstfliegens sukzessive in Theorie und Praxis erarbeitet. Loopings, Turns, Rollen, der Rückenflug und das Trudeln sind aerodynamisch und körperlich große Herausforderungen, die verstanden und beherrscht werden wollen.

„Es ist immer eine große Motivation“

Dabei profitieren die Schüler von den langjährigen Ausbildungs- und Wettbewerbserfahrungen von Stefan und Michael Zistler. Viele Kunstflieger haben diese Disziplin in Nagold erlernt und sind dem Verein über lange Jahre wohlwollend und unterstützend verbunden. „Es ist immer eine große Motivation für unser ehrenamtliches Engagement, interessierten Mädels und Jungs unsere Begeisterung für den Kunstflugsport weiterzugeben“, nennen die Zistlers ihren Antrieb.

Die komplexen Zusammenhänge des Segelkunstfliegens werden beim Lehrgang natürlich auch praktisch erarbeitet. Foto: Sascha Fromm/Sascha Fromm

Als Schleppflugzeuge wurden extra aus Gründen der Lärmbelastung zwei leise Typen in der höchsten Lärmschutzkategorie organisiert: Der Motorsegler fs35 ist ein Unikat der Akaflieg Stuttgart und das Ultraleichtflugzeug „Bristell“ wird vom baden- württembergischen Luftfahrtverband auf dem Klippeneck bei Spaichingen betrieben. Mit der bewährten Infrastruktur des Nagolder Flugsportvereins sind die besten Voraussetzungen für das Turnen am Himmel gegeben.

Zuschauer sind willkommen, die Akteure geben gerne Auskunft über die Themen rund um den Flugsport. Und wer dann auf den Appetit gekommen ist, der kann diese außergewöhnlichen Eindrücke gleich hautnah selbst erleben: es werden zu Selbstkosten auch Gästeflüge angeboten.