Schön blau – zumindest rein äußerlich: Die Empfinger Flegga-Fasnet war wieder sehr farbenfroh. Foto: Jürgen Baiker

Bei der Empfinger Fleggafasnet konnte eine Vielfalt an originellen Kostümen bewundert werden. Auch die Musik kam gut an.

Urige Fasnet in Empfingen am „Ruaßige Dauschtig“: Der Narrenturm im Weiherplatz lud zu einem exklusiven Narrentreff der Marke „Flegga-Fasnet“ ein, jedoch war dieses Treffen begleitet von andauernden Regen. So war es für Andreas Seifer, der für die närrische Begleitmusik zuständig war, selbstverständlich, die närrischen Gruppen ins nahe Musikerheim einzuladen.

 

Seit 2005 gibt es vom FFFF (Freunde freier Flecken Fasnet) die Initiative zu einem abendlichen Treff, der bisher unterm Narrenbaum stattfand und aktuell beim Narrenturm ausgerichtet wurde – Termin ist immer am Ruaßiga Dauschtig, wie der Schmotzige Donnerstag in Empfingen heißt.

Das Glanzlicht

Die Veranstaltung gehört inzwischen zu einem echten Highlight der Empfinger Fasnet. Ziel ist es, die Narretei unter das ganze Volk zu bringen, und zwar als echte Flegga-Fasnet. Ganz Empfingen soll mitmachen. Wie viele Cliquen werden wohl dieses Jahr kommen, lautete die Frage im Vorfeld.

Es waren dann einige, und dies nicht zuletzt, weil die Straßen- und Wirtschaftsmusiker für musikalische Begleitung sorgen und in ihnen ein wahres „Sammelsurium“ von Mitgliedern der verschiedenen Musikvereine mitspielte. Bei dieser tollen närrischen Musik, entweder aus der Konserve oder live, wurde kräftig geschunkelt.

Tolle Kostüme

Die vielen Cliquen hatten sich wieder für ihre Verkleidung allerhand Lustiges und Skurriles einfallen lassen, und manches Outfit war im Geheimen in einer verborgenen Nähstube verwirklicht worden. Ja, das Outfit der Narrencliquen, speziell für den Ruaßiga Dauschtig genäht und gebastelt, war wieder ein richtiger bunter Hingucker. So kam eine Gruppe aus Mühlheim beispielsweise als Quallen, eine andere sah man im Fledermaus-Look.

Die Clique „Freundins“ versuchte sich als Wahrsagerinnen mittels einer Glaskugel. Ob es mit dem Lottogewinn in nächster Zeit klappt, dazu wollten und konnten sie nichts sagen. Die Wikinger zeigten sich sehr friedlich. Auch Discokugeln waren zu sehen und Wissenschaftler in ihren weißen Kitteln. Eine Clique wollte einfach zu den Schönsten gehören. Im Kegelstüble zeigten sich die Pink Cowboys von ihrer schönen Seite. Rundum hatten sich die einzelnen Cliquen wieder viel Mühen gemacht.

Nach dem Treff beim Narrenturm ging es in die „Fasnetshochburgen“. Besonders sei erwähnt die Hütte „zum lustigen Meikel“ auf dem Parkplatz des ehemaligen Pflegeheimes „Seniorenheim“. Überall gab es im dicht gedrängten Publikum kaum mehr Platz.

Abe alle Lokalitäten hatten sich bestens auf den nächtlichen Ansturm der Empfinger Narren vorbereitet, und überall machte die „Flecken-Fasnets-Musik“ ihre Aufwartung.