"Auf der grünen Wiese", wie Bad Teinach-Zavelsteins Bürgermeister Markus Wendel sagt, hecken Stadt und Landkreis ein gemeinschaftliches Projekt zum Schulbau aus. Foto: Buck/Archiv

In Bad Teinach-Zavelstein widmet man sich mal wieder dem Thema Schulbau. Genauer gesagt der Fläche, auf der einst die Calwer Waldorfschule Expansionsgedanken hegte. Jetzt sind aber eher der Landkreis und die Stadt am Drücker. Dafür passte man den Flächennutzungsplan an.

Bad Teinach-Zavelstein - Lange ist es her, dass man sich im Gemeindeverwaltungsverband Teinachtal mit dem Thema Schulgelände befasst hat. Damals, im Jahr 2019, war eigentlich angedacht, dass die Waldorfschule Calw sich neben dem bereits bestehenden Schulcampus in Zavelstein niederlässt. Dazu hatte man im Verband extra den Flächennutzungsplan angepasst, eine Ausfräßung der Grünzäsur im Regionalverband durchgeboxt.

Zu beengt

Als quasi alles vorbereitet war, kam die Waldorfschule in Absprache mit der Bad Teinach-Zavelsteiner Verwaltung zum Schluss, dass es am ins Auge gefassten Standort doch nichts wird – zu beengt waren die Verhältnisse dort.

Doch jetzt brachte Bad Teinach-Zavelsteins Bürgermeister Markus Wendel das Thema erneut mit, allerdings losgelöst von der Waldorfschule Calw. Wie hier der Stand sei bei der Standortsuche wisse er nicht, das sei aber auch für das nun geplante Vorhaben irrelevant. Kleiner Einschub an dieser Stelle: Die Waldorfschule hat bisher noch keinen Vollzug in Sachen Standortsuche gemeldet. Und das obwohl das Calwer Landratsamt neulich bekräftigte, dass die Räume, in denen die Schule aktuell beheimatet ist, neu genutzt werden, sobald der Gesundheitscampus Calw fertig ist. 2024 soll das der Fall sein.

Doch bis dahin befasst sich Bad Teinach-Zavelstein anderweitig mit der Fläche in Zavelstein. "Interkommunaler Bedarf" entstehe dort gerade.

Kreis und Stadt

Zum einen will nämlich der Landkreis die Karl-Georg-Haldenwang-Schule erweitern und zum anderen braucht die Stadt Bad Teinach-Zavelstein Platz für Kinderbetreuung. Obendrein kommt noch, dass ab dem Schuljahr 2026/27 die Ganztagesbetreuung auch in der Grundschule gewährleistet sein muss – und ebenjene Grundschule befindet sich bekanntlich genau in diesem Bereich.

Stadt und Landkreis bräuchten die Fläche, die übrigens 0,95 Hektar groß ist und nach Südosten erweitert werden soll, für mögliche Erweiterungsbauten. Man werde hier "etwas Gemeinschaftliches auf der grünen Wiese" realisieren, blickte Bürgermeister Markus Wendel in die Zukunft. Genaue Pläne gebe es aber noch nicht, jetzt sei zunächst die Anpassung des Flächennutzungsplans an der Tagesordnung. Dieses Vorhaben segnete die Verbandsversammlung schlussendlich einstimmig ab. Man darf gespannt sein auf die weiteren Entwicklungen rund um das Schulzentrum in Zavelstein.