Kurz nach Eintreffen der Feuerwehr war der Brand unter Kontrolle. Foto: Feuerwehr

Ein Flächenbrand hat am Samstagnachmittag eine rund 250 Quadratmeter große Fläche im Nationalpark Schwarzwald in Rauch aufgehen lassen. Jetzt gibt die Polizei bekannt: Es war wohl Brandstiftung. Um den Fall zu lösen, bitten die Beamten die Bevölkerung um Mithilfe.

Die heideartige Grindenlandschaft rund um die Schwarzwaldhochstraße ist eines der Herzstücke des Nationalparks Schwarzwald. Statt hohen, dichten Bäumen wachsen hier vor allem Gräser und Büsche. Tiere weiden in dem hügeligen Hochland, um zu verhindern, dass die uralte Kulturlandschaft vom Wald verschluckt wird.

 

Genau hier tobten am Samstagnachmittag die Flammen. Eine Fläche von rund 250 Quadratmetern ging in Rauch auf. Nachdem die Feuerwehr den Brand gelöscht hatte, nahm die Polizei die Ermittlungen auf, um die Brandursache zu klären.

Am Montagnachmittag gaben die Ermittler nun bekannt: Es war vermutlich Brandstiftung. „Nach bisherigen Ermittlungen gibt es keine Erklärung für die Brandursache, weshalb von einer möglichen Brandstiftung ausgegangen wird“, schreibt die Polizei. Sprich: Weil es keine natürliche Erklärung – zum Beispiel einen Blitzeinschlag – für das Feuer gibt, kommt eigentlich nur in Frage, dass der Brand durch menschliches Handeln verursacht wurde.

Polizei schätzt Sachschaden auf 2000 Euro

Eine ähnliche Vermutung hatte auch Nationalparkchef Wolfgang Schlund kurz zuvor in einem Gespräch mit unserer Redaktion geäußert. „Es hat weder gewittert noch sonst was“, meinte Schlund. „Und von nichts kommt nichts.“ Daher geht auch Schlund davon aus, dass das Feuer durch einen Menschen verursacht wurde – ob beabsichtigt oder nicht.

Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf 2000 Euro. Um den Fall zu lösen, haben die Ermittler nun einen Zeugenaufruf gestartet. Wer die Tat oder einen möglichen Täter beobachtet hat, soll sich melden. Auch eine Personenbeschreibung haben die Beamten jetzt herausgegeben.

Denn laut der Polizei wurde ein junger Mann in unmittelbarer Tatortnähe gesichtet. Er wird wie folgt beschrieben: 16 bis 20 Jahre alt, längere hellbraune Haare, getragen habe er eine gelbe Jacke mit dunklen Reißverschlüssen und eine dunkle Hose.

Allerdings betont ein Polizeisprecher auf Nachfrage unserer Redaktion, dass der Mann als möglicher Zeuge gesucht werde – nicht als Tatverdächtiger. „Er kann etwas gesehen haben, was uns weiterbringt“, so der Sprecher. „Ob die Person in Zusammenhang steht mit der Tat, ist noch offen.“

Wer den jungen Mann gesehen hat oder sonstige Dinge beobachtet hat, die helfen könnten, den Fall zu lösen, soll sich beim Kriminaldauerdienst melden unter Telefon 07231/186 44 44.