Beim fünften Weihnachtsmarkt ließ es sich an dreißig Ständen ausgiebig stöbern und schnabulieren – die Läufelberghalle war das Ziel von Besuchern aus der ganzen Region.
Rundum zufrieden mit der Resonanz zeigt sich die Organisatorin Sarah Schubert. Sie ist die Vorsitzende des örtlichen Tierschutzvereins „Emma“, der mittlerweile gegründet sei. „Wir sind rund zwanzig Mitglieder“, sagt Schubert, die an diesem Sonntag schon einen herrenlosen Hund gerettet habe.
Die Aufgabe des Vereins sei indes, mit Aktionen Einnahmen zu generieren und anderen Tierschutzvereinen zu spenden. Bevor die tatkräftige Tierfreundin auf den Plan trat, gab es in Fischingen keine Adventsveranstaltung. Kurz vor Torschluss wimmelt es dann im Innern der Halle und im Hof vor kleinen und großen Besuchern.
Kein Wunder, denn der Nikolaus hatte sein Kommen angekündigt. Unter den Standbetreibern findet sich eine Schulklasse aus Efringen-Kirchen, ein Anbieter aus dem Münstertal sowie viele, die das Resultat eines Hobbys präsentieren und veräußern möchten.
„Es geht in den Advent“, sagt Beate Steininger aus Bamlach, die mit Hilfe eines Lasers die schönsten Dinge aus Holz herstellt. Ihr Stand erstrahlt in vollem Glanz. Mit zig kunstvollen Tannen, Sternen, Wichteln für Kerzen und allerlei mehr ließe sich ein ganzes Haus schmücken.
Strickwaren laufen blendend
Zwei Männer aus Schallbach beaufsichtigen eine bunte Auswahl Strickwaren. Die dazugehörige Strickfee steht nebenan, hat das Strickzeug dabei und bietet Gläschen mit Selbstgemachtem an. Was besser laufe? Die Strickwaren, so ihre Auskunft. Ihr Standnachbar sei aus Auggen, sagt er, und preist seine selbstgefärbte Wolle als reines Naturprodukt. Großmutters streng gehütete Sammeltassen, allerdings erworben auf Flohmärkten, hat der findige Auggener mit Wachs gefüllt: Ein Hingucker auf jeder Kaffeetafel. Es sei die Idee der Ehefrau Dorothea, klärt der Gatte auf.
Aus Steinen kamen gleich zwei Anbieter. Einer der Tische ruft pures Staunen hervor. Zu bewundern sind goldene Löffel, deren Stiel äußerst filigrane Muffins zieren.
Von einer Handvoll Stände zum großen Markt
Halbe Keksschachteln wurden auf Dosendeckeln platziert – ein weiterer Hingucker und eine Sisyphusarbeit. Eine junge Mutter, die warme Mützen in modischen Farben anbietet, berichtet von der Premiere des Weihnachtsmarktes vor fünf Jahren. Mit einer Handvoll Stände nahe Kirche sei es losgegangen. Ein völlig anderes Format besaß die jüngste Auflage, die zeigte, dass sich die Initiative von Sarah Schubert gelohnt hat.