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Fischerbach Umsatz übersteigt elf Millionen Euro

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Bei der Hauptversammlung der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Schwarzwald informierten (von links): Referent Denny Ohnesorge, Jerg Hilt, Heinrich Danner, Joachim Prinzbach, Bürgermeister Thomas Schneider, Holger Schütz und Martin Bentele Foto: Störr

Fischerbach - Die Forstwirtschaftliche Vereinigung Schwarzwald (FVS) hat Vorbildcharakter im Land. Bei einem Jahresumsatz von mittlerweile mehr als elf Millionen Euro gibt es auch für das laufende Jahr ordentliche Perspektiven für die Forstbetriebe und Mitglieder.

Durch die Hauptversammlung in der Fischerbacher Brandenkopfhalle führte Heinrich Danner als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Er blickte in seinem Bericht auf ein gutes Jahr 2017 zurück und auch die Rahmenbedingungen für das laufende Jahr seien positiv zu bewerten.

Der erstmalige Umsatz von mehr als elf Millionen Euro entspreche einer gesamten Leistungssteigerung von elf Prozent, dabei sei die Zahl der Verkaufsfälle über elf Prozent gestiegen. "Man hat sich breiter aufgestellt, um im Falle von Schwierigkeiten nicht so stark ins Schwanken zu geraten", erklärte Danner. Die Eigenkapitalquote der Genossenschaft sei derzeit nicht befriedigend, es sei nur die Mindestrücklage erwirtschaftet worden. In Sachen Kartellrechtsverfahren befand er: "Es ist mittlerweile zu einer Hängepartie für Waldbesitzer und Forstämter geworden. Hoffen wir, dass es bald abgeschlossen ist und eine zukunftsweisende Ausrichtung möglich wird."

Fischerbachs Bürgermeister Thomas Schneider war im vergangenen Jahr als Nachfolger für Karl Burger in den Vorstand der FVS gewählt worden. Er nannte die Genossenschaft ein Erfolgsmodell und unterstrich die Bedeutung der Forstberatung auf der Fläche. "Den Wald nur auf seine Holzfunktion zu reduzieren wäre zu kurz gegriffen." Die Gestaltung der Gesellschaft dürfte nicht den Gerichten überlassen werden, die Leistungen für die Allgemeinheit müssten im Wald weiterhin unterstützt werden.

Als Leiter des Waldwirtschaftsamtes kennt Holger Schütz die FVS schon lange. "Seit Jahrzehnten wurden Strukturen zur Waldvermarktung geschaffen, wenn es Sie nicht gäbe, müsste man Sie schleunigst erfinden", lobte er in Richtung Genossenschaft. Im Laufe des Kartellrechtsverfahrens habe die FVS eine landesweite Vorbildfunktion bekommen.

Ohne Unterstützung gibt es den Wald von heute in Zukunft nicht mehr

Für Jerg Hilt war es als Geschäftsführer der Forstkammer Baden-Württemberg klar: "Den Weg zurück ins Einheitsforstamt wird es nicht mehr geben." Vielleicht sollte nicht "wie das Kaninchen auf die Schlange" zur Urteilsverkündung nach Karlsruhe geschaut werden. "Wir werden in Karlsruhe keine Antwort dazu bekommen, wie die Gemeinwohlfunktion des Waldes künftig ausgeglichen wird." Ohne Unterstützung werde es den Wald wie heute in Zukunft aber nicht mehr geben, war sich Hilt sicher.

Über das Kartellrecht hinaus beschäftige sich die Forstkammer mit den Verordnungen zu FFH-Gebieten und den Vorgaben des Verkehrsministeriums, Holzabfuhrwägen künftig auf 19 Meter Länge zu beschränken. Als Geschäftsführer des deutschen Energie- und Pellet-Verbands befand Martin Bentele: "Die Holzenergie hat dazu geführt, dass das komplette Holz wertig ist und es keinen Abfall mehr gibt. Die Wertschöpfung funktioniert."

Von einer guten Belieferung der Rahmenverträge durch die FVS berichtete dann Vorstandssprecher Joachim Prinzbach. Die Rundholzpreise hätten im Leitsortiment auf einem ordentlichen Niveau gelegen. Im Gesamten seien 269 000 Festmeter Holz vermarktet worden, Stammholz und PZ-Abschnitte hätten mit 156 000 Festmetern und Industrieholz mit 56 000 Festmetern den größten Anteil gehabt. "An den vergangenen zwei Jahren lässt sich ein Trend ablesen: Wertvollere Industriehölzer sanken in der Menge, untere Qualitäten Engergieholz wurden verdoppelt."

Das C/D-Sortiment sei auch beim Stammholz auffallend gewachsen, wobei die Menge an sich beinahe gleich geblieben wäre. Anhand verschiedener Schaubilder verdeutlichte Prinzbach: "Wenn Kalamitätsholz kommt, sind große Vermarktungsgemeinschaften besonders wichtig."

Für das laufende Jahr gebe es im Moment ein überdurchschnittliches Rundholzangebot im Hauptsortiment. Die Rahmenbedingungen für planmäßigen Einschlag und den Absatz von Kalamitätsholz seien gut, durch die FVS-Rahmenverträge bestehe Vermarktungssicherheit. "Für die Forstbetriebe und Mitglieder der FVS sind das ordentliche Perspektiven", befand Prinzbach und bedankte sich in alle Richtungen.

Die Versammlung beschloss die Ergebnisverwendung in Höhe von 34  105 Euro zur Verrechnung eines Verlustvortrags aus 2016 in Höhe von 32 416 Euro und dem Vortrag des Restbetrags in Höhe von 1689 Euro auf die neue Rechnung. Der Stand der gesetzlichen Rücklage beträgt 100 000 Euro.

Ihre Redaktion vor Ort Hausach

Charlotte Reinhard

Fax: 07832 9752-15

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