Am Dettenseer "Seefestival" diente der Teich als Springerbecken und sorgte damit auch für Erfrischung. (Archivfoto) Foto: Hopp

Für einige ist der Dettenseer Weiher ein landschaftliches Kleinod. Gute Erinnerungen sind mit ihm verbunden – gerade junge Leute denken noch an das "Seefestival" zurück, bei dem der Teich eine tragende Rolle spielte. Jetzt droht er auszutrocknen.

Horb-Dettensee - Der Wasserverlust im Weiher im Sommer 2020 war auch Thema. Kaum hat sich der Weiher mit Regen gefüllt, sinkt das Wasser auch schon wieder ab. Aber warum? Die lange Trockenperiode im Sommer 2020 soll angeblich nicht schuld sein.

Ortschaftsrat Simon Kreidler hatte sich dieses Themss angenommen und mit mehreren Behörden und Institutionen Kontakt aufgenommen. Er berichtete. In seiner Chronologie, die am 23. Juli 2020 mit einer Anfrage an den Nabu und den Landschaftserhaltungsverband begann und sich bis 23. Juni 2021 hinzog, gab es ein "Auf und Ab", niemand sei so richtig zuständig.

Keine Förderung zum Erhalt

Kreidlers Fazit: Kurzfristige Aktionen wegen der Goldfische sind denkbar, aber effektive Maßnahmen wegen Naturschutzauflagen sind stand heute nicht möglich. Der Teich sei nicht als Biotop eingestuft, daher gebe es keine Förderung zum Erhalt. Der Teich sei auch kein Gewässer von wirtschaftlicher Relevanz und die Stadtverwaltung sei nicht Erhaltungs- und Budgetverantwortlich. Eine Förderung als Löschweiher sei ebenfalls nicht möglich. Von der Stadtverwaltung sei der Rat gekommen, den Teich notfalls zuzuschütten.

Fazit: Der Weiher ist ein künstlich angelegtes Gewässer, das niemand braucht.

"Wir drehen uns im Kreis, niemand hilft uns", so Simon Kreidler. "Alle Maßnahmen, die man ergreifen müsse, sind unbezahlbar."

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