Absturzsicherung und Höhenrettung standen im Fokus bei der 16. gemeinsamen Übung der Meßstetter Feuerwehren auf dem Gelände der Firma Interstuhl in Tieringen.
Ein angenommener Stromschlag bei Wartungsarbeiten an der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Firma Interstuhl in Meßstetten-Tieringen war das Szenario der 16. gemeinsamen Übung „Absturzsicherung“ der Meßstetter Feuerwehren.
Ralf Smolle, der Gesamtkommandant der Feuerwehr Meßstetten, erklärte den vielen Besuchern, was sich vor ihren Augen abspielte. Zum ersten Mal war eine Gruppe der Höhenrettung der Feuerwehr Balingen dabei. Die sanitätsärztliche Versorgung übernahm das DRK Tieringen-Hausen a.T..
Drohne findet Verletzte auf den Dächern von Interstuhl in Tieringen
Um 14 Uhr wurde über die Leitstelle per Meldeempfänger alarmiert – ebenso wie Feuerwehren aus Tieringen, Hossingen und Meßstetten sowie die Höhenrettung der Balinger Wehr und die DRK-Ortsgruppe Tieringen-Hausen a.T..
Nur wenige Minuten später erreichten die insgesamt 47 Einsatzkräfte mit acht Fahrzeugen den Einsatzort. Tobias Gauggel, der die Gesamt-Einsatzleitung hatte, koordinierte die Einsatzkräfte bestens, so dass jeder genau wusste, was zu tun ist.
Auch eine Drohne kam zum Einsatz: Mit ihrer Hilfe wurden zwei Verletzte auf zwei Dächern der Firma Interstuhl gefunden. Zunächst stand aber die Eigensicherung im Vordergrund. Über die Drehleiter wurden auf einem Dach zwei Personen und auf einem weiteren Dach eine dritte Person gerettet.
An der Hauswand sicher mit dem Verletzten abgeseilt
Hervorragend abgestimmt war dann die Rettung einer schwerer verletzten Person, die mittels Spezialausrüstung, die in Meßstetten, Tieringen und Hossingen vorgehalten wird. Die Höhenretter aus Balingen haben sich an der Hauswand mit dem Verletzten sicher abgeseilt und übergaben diesen an die Meßstetter Höhenretter.
Letztlich wurde die „schwer verletzte“ Person mit der Drehleiter ganz nach unten gebracht und an das DRK übergeben – auch hier zeigte sich die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und dem DRK.
Durch die Bank weg gab es nur gutes Lob für die Übung
Am Ende gab es von den Beteiligten und Zuschauern nur Lob. Ralf Smolle bedankte sich für die gelungene Übung und bei der Firma Interstuhl, die zum wiederholten Mal das Firmengebäude für Übungszwecke bereitgestellt haben. Auch Tobias Gauggel dankte allen Einsatzkräften für die gelungene Absturzsicherung und Höhenrettung.
Sven Neher vom DRK Kreisverband Zollernalb hob vor allem die Zusammenarbeit der Feuerwehren mit dem DRK hervor und „bescheinigte“ nur Positives. Joachim Link, Geschäftsführer der Firma Interstuhl, lobte ebenfalls die Gesamtkoordination und stehe jederzeit für solche Übungen bei Interstuhl zur Verfügung.